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Der Hamburger SV trat im Test gegen Rostock mit einem Not-Trikot an
Der Hamburger SV trat im Test gegen Rostock mit einem Not-Trikot an © Imago
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Hamburg - Der Hamburger SV hat immer noch keinen Trikotsponsor. Ex-Präsident Jürgen Hunke hat eine geniale Idee, mit der das HSV-Trikot zum Kassenschlager werden könnte.

In zwölf Tagen startet der Hamburger SV im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden in die neue Saison. Bis dahin soll die Suche nach einem neuen Hauptsponsor beendet sein.

Doch die vielen Gespräche in den letzten Wochen haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Ein Nachfolger für die im Sommer ausgestiegene Fluggesellschaft Fly Emirates ist noch nicht in Sicht.

Der HSV musste sogar den für diesen Donnerstag geplanten Media Day der DFL verschieben - ohne Sponsor gibt es vorerst keine Einzel- und Mannschaftsfotos der Rothosen.

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So kann das HSV-Trikot zum Kassenschlager werden

Unter den Mitgliedern des HSV gibt es für die schwierige Suche nun eine alternative Idee. "Das letzte Mal, als der HSV ohne Sponsor, dafür aber mit dem Schriftzug Hamburg und dem Wappen der Stadt auflief, war das Trikot ein Kassenschlager", sagt der ehemalige Präsident Jürgen Hunke.

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Sein Vorschlag: Wenn sich mehrere Unternehmer aus der Stadt zusammentun würden, um dem HSV die Rechte für den Schriftzug der neuen Trikots abzukaufen, bräuchten die Hanseaten keinen neuen Sponsor für die kommende Saison.

"Selbst wenn dadurch weniger Geld eingenommen wird als durch die Vermarktung einer Werbefläche an externe Firmen, würde der HSV die Differenz locker durch mehr Trikotverkäufe ausgleichen. Außerdem wäre es ein starkes Signal an die Fans und die Stadt Hamburg", glaubt Hunke.

Hunke-Idee findet großen Anklang

Der langjährige Aufsichtsrat des HSV bekommt dafür Unterstützung von ehemaligen Mitstreitern.

"Die Idee finde ich genial. Damit würde der HSV wieder ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurückkehren. Denn es sind und waren stets die Fans und diese Stadt, die den HSV getragen haben", sagt Ian Karan, ehemalige Wirtschaftssenator der Stadt Hamburg und ebenfalls ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrates.

Der 81-Jährige hat seine Logenplätze im Volksparkstadion wegen vieler Enttäuschungen in den letzten Jahren gekündigt. Eine Rückkehr schließt Karan aber nicht aus: "Ich würde mir wünschen, dass es beim HSV endlich wieder bergauf geht."

Kühne: Vorschlag "begrüßenswert"

Auch Investor Klaus-Michael Kühne sieht in diesem Vorschlag eine Chance für den HSV. Der Milliardär ist mit 20,6 Prozent der Aktien zweitgrößter Anteilseigner der Rothosen und hat bis zur vergangenen Saison vier Millionen jährlich für die Namensrechte am Stadion bezahlt.

Kühne hält die Idee über eine Beteiligung mehrerer Unternehmer für "begrüßenswert“, schreibt er SPORT1. "Es muss nur genügend Geld zusammenkommen, um der bisherigen Trikotwerbung etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen", glaubt der 83-Jährige.

Ob er sich in Zukunft weiter finanziell beim HSV engagieren will, ließ er allerdings offen. Zuletzt wurde über einen vollständigen Rückzug von Kühne spekuliert. Den Vertrag über die Namensrechte am Stadion ließ er im Sommer auslaufen.

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