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Telekom möchte beim HSV als Investor einsteigen
Telekom möchte beim HSV als Investor einsteigen © Imago
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Hamburg - Aufsichtsratsboss Marcell Jansen schließt beim Hamburger SV weitere Anteilsverkäufe zur Überwindung der finanziellen Herausforderungen nicht aus. SPORT1 hat erfahren, dass die Telekom als Investor einsteigen will.

Der Hamburger SV könnte schon bald einen neuen Investor vorstellen.

Nach Informationen von SPORT1 stehen die Verantwortlichen der Norddeutschen in Gesprächen mit der Deutschen Telekom über den Verkauf von Aktien an der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft "HSV Fußball AG". Der Klub wollte sich auf SPORT1-Anfrage dazu nicht äußern.

Derzeit sind 23,81 Prozent der Aktien im Besitz von Investoren - den größten Anteil hält der Milliardär Klaus-Michael Kühne. Mit 20,57 Prozent ist er nach dem Stammverein "HSV e.V." der zweitgrößte Gesellschafter des Klubs.

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Laut eines Beschlusses der Mitglieder des HSV dürfen Anteile an der Aktiengesellschaft über eine Grenze von 24,9 Prozent hinaus nur mit ihrer Zustimmung verkauft werden, aktuell also nicht mehr als ein Prozent.

HSV-Boss schließt weitere Anteilsverkäufe nicht aus

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Aufsichtsratsboss Marcell Jansen (34) schließt beim HSV weitere Anteilsverkäufe zur Überwindung der finanziellen Herausforderungen trotzdem nicht aus. "Die wirtschaftliche Existenz muss über allem stehen", sagte der Ex-Nationalspieler Ende August der Wochenzeitung Die Zeit: "Wir müssten uns doch eher Sorgen machen, wenn sich unser Vorstand nicht mit allen Optionen auseinandersetzen würde."

Um mehr als 24,9 Prozent der Aktien verkaufen zu können, müssten die Mitglieder bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2021 mit einer Dreiviertelmehrheit dafür stimmen.

Telekom will Namensrechte am Stadion erwerben

Der Kontakt zwischen den Vorständen des HSV und der Telekom besteht nach SPORT1-Informationen schon seit mehr als zwei Jahren. Das Telekommunikationsunternehmen zieht neben dem Einstieg als Gesellschafter der "HSV Fußball AG" auch den Erwerb der Namensrechte am Stadion in Betracht.

Zwischen 2015 und 2020 zahlte Investor Kühne vier Millionen Euro pro Jahr, damit die Arena ihren Namen Volksparkstadion behalten darf. Der 83-Jährige ließ den Vertrag im Sommer allerdings auslaufen und erwägt einen kompletten Rückzug vom HSV.

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