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Den Videobeweis kennt man in Deutschland eigentlich aus der Bundesliga
Den Videobeweis kennt man in Deutschland eigentlich aus der Bundesliga © Getty Images
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Dieses Derby geht mit Sicherheit in die Geschichte ein. Erstmals greift ein Schiedsrichter am Wochenende in der B-Klasse zum Videobeweis - wenn auch unerlaubt.

Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als der Schiedsrichter Peter Kremer mit den Händen ein Rechteck anzeigte und auf Tor entschied.

Soweit alles ganz normal sollte man meinen, hätte sich diese Szene nicht genauso in der Fußball-B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd zugetragen.

Nach dem 3:2-Siegtreffer für den SV Mölschbach im Derby gegen die SG Hochspeyer hatte der Unparteiische zunächst auf Abstoß entschieden, da er den Ball beim Pass auf Torschütze Kai Spengler im Aus gesehen hatte.

Ein übereifriger Zuschauer eilte aufs Feld und zeigte dem Schiedsrichter eine Aufnahme der Szene, die er mit seinem Handy gemacht hatte. Daraufhin korrigierte dieser seine Entscheidung und gab das Tor zur Verwunderung aller.

Hochspeyer legt Protest ein

Ob es allerdings beim Derby-Sieg der Heimmannschaft bleiben wird, ist noch unklar. Die SG Hochspeyer legte unmittelbar nach der Partie Protest beim Rheinland-Pfälzischen Verband ein, da der Videobeweis in der B-Klasse nicht zugelassen ist.

Mölschbach-Präsident Tobias Fischer beteuerte dennoch gegenüber dem Südkurier die Fairness der Gäste. So sollen einige Spieler bereits vor dem kuriosen Einsatz des "Videoschiedsrichters" zugegeben haben, dass der Ball nicht im Aus gewesen sei.

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