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Andreas Petersen wurde zu einem Funktionsverbot verurteilt
Andreas Petersen wurde zu einem Funktionsverbot verurteilt © imago
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Andreas Petersen, Vater des Freiburger Kapitäns Nils Petersen, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Er bestreitet, gegnerischen Spielern Geld geboten zu haben.

Aufregung um Andreas Petersen, den Vater von Freiburgs Kapitän Nils Petersen. 

Der Sportdirektor von Regionalligist Germania Halberstadt sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, an einer versuchten Spielmanipulation beteiligt gewesen zu sein. 

Es geht um die Partie gegen den SV Babelsberg 03 am Freitagabend. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat in dieser Sache ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Petersen selbst wehrt sich gegen die Anschuldigungen. Den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) sagte er: "Das ist ein riesen Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen."

Wie die Zeitung berichtet, soll Petersen vor der Partie zwei Babelsberger Spieler kontaktiert und Geld geboten haben, "damit sie sich auf dem Platz zurückhalten". Babelsbergs Trainer Almedin Civa hatte diesen Vorwurf bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, das sein Team 3:1 gewann, öffentlich gemacht. 

Kontakt vor dem Spiel ein "Jux"

Petersen selbst widerspricht dieser Darstellung. Gegenüber der Potsdamer Neuesten Nachrichten gestand er, Kontakt zu den Spielern aufgenommen zu haben - jedoch nicht aus unlauteren Motiven. 

Er habe sich nach den anstehenden Veränderungen im Klub erkundigen wollen. Babelsberg hatte zuvor unter anderem bekannt gegeben, dass Trainer Civa am Saisonende aus seinem Amt ausscheidet. 

Die beiden Spieler, um die es geht, haben dem Bericht zufolge früher in Halberstadt gespielt, als Petersen dort noch Trainer war. 

Dass er so kurz vor dem Spiel gegen Babelsberg Kontakt zu seinen ehemaligen Schützlingen aufgenommen habe, bezeichnete Petersen als "Jux. Das ist doch so in diesem Geschäft. Man will den Gegner etwas locken, etwas verunsichern."

"Riesen-Sauerei": Petersen wehrt sich gegen Vorwürfe

Petersen beschuldigte die Spieler, im Nachhinein etwas zu konstruieren, "weil sie bei mir als damaliger Trainer nicht oder nur wenig gespielt haben".

Der Bild sagte der Vater des zweifachen Nationalspielers: "Ich werde das mit anwaltlicher Hilfe nächste Woche in die andere Richtung laufen lassen, damit auch jeder weiß, wie es wirklich gelaufen ist. Das ist eine Riesen-Sauerei, dass man den Namen von mir und meinem Sohn beschmutzt."

Wie die PNN schreiben, sollen den Spielern "mehrere Tausend Euro" geboten worden sein. Beide Akteure hätten Petersen zu verstehen gegeben, dass sie unkäuflich seien. 

Ihr Verein Babelsberg hat den Fall beim Verband angezeigt. NOFV-Präsidiumsmitglied Stefan Oberholz erklärte, den Fall "zunächst sorgfältig prüfen" lassen zu wollen. 

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