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Die Karriere des Michel Platini
Die Karriere des Michel Platini © Getty Images
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Nach seiner polizeilichen Vernehmung beteuert Michel Platini seine Unschuld. Der Ex-UEFA-Präsident steht unter Korruptionsverdacht

Nach seiner Vernehmung im Rahmen der Korruptionsuntersuchungen rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar hat der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini erneut jegliche Schuld von sich gewiesen.

Platini habe "sich nichts vorzuwerfen und absolut nichts falsch gemacht", heißt es in einer über seinen Anwalt William Bourdon verbreiteten Erklärung: "Michel Platini ist gelassen und präzise, er beantwortet alle Fragen. Auch jene zur Vergabe der EURO 2016, und er hat nützliche Erläuterungen gegeben."

Der ehemalige Kapitän der französischen Nationalmannschaft war in den Räumlichkeiten der Anti-Korruptions-Abteilung der Kriminalpolizei im Pariser Vorort Nanterre verhört worden.

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Es bestehe der Verdacht der "aktiven und passiven Korruption", berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf namentlich nicht genannte Justiz-Quellen. 

Nach Informationen der Zeitung Le Monde soll sich der derzeit für alle Fußballaktivitäten gesperrte Platini wegen eines Treffens mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Tamim Bin Hamad Al Thani, Emir von Katar, und Hamad Ben Jassem, damaliger Premierminister Katars, verantworten.

Katar sollte PSG kaufen, Platini Stimmen

Bei einem Mittagessen am 23. November 2010 im Elysee-Palast in Paris sollen Absprachen über die WM-Vergabe nach Katar getroffen worden sein. Katar sollte den französischen Klub Paris St. Germain kaufen, im Gegenzug würde Platini seine Kontakte spielen lassen und für Stimmen bei der WM-Vergabe werben. 

Die WM wurde im Jahr 2010 dann tatsächlich an Katar vergeben, gleichzeitig wurde Russland als WM-Gastgeber 2018 auserkoren. 2011 kaufte sich Katar bei PSG ein.

Im Zusammenhang mit den WM-Vergaben wurden immer wieder Korruptionsvorwürfe laut. Viele Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, das 2010 die Entscheidung pro Russland und Katar traf, sind mittlerweile von der Ethikkommission der FIFA gesperrt worden. 

Zahlungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro

Platini wurde 2015 als amtierender UEFA-Präsident aufgrund dubioser Zahlungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro von der FIFA-Ethikkommission suspendiert. Das Geld hatte er von der FIFA erhalten, womöglich wegen der Vermittlung im Zuge der WM-Vergabe nach Katar.

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Wie Platini wurde auch FIFA-Präsident Sepp Blatter zunächst für acht Jahre gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS reduzierte die Sperre später auf vier Jahre. Sie läuft im Oktober aus. 2016 legte die französische Fußball-Legende ihr Amt als UEFA-Präsident nieder. 

Bereits im Jahr 2017 war er als Zeuge befragt worden.

In der Korruptionsaffäre sah sich der 63-Jährige immer als Opfer einer Verschwörung.

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