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Bei der in Deutschland ausgetragenen EM 2024 könnte es zu einem Wechsel auf dem heimischen TV-Markt kommen. Den Öffentlich-Rechtlichen soll das Aus drohen.

Beim "Sommermärchen 2.0" sitzen ARD und ZDF wohl nur in der zweiten Reihe: Die Telekom steht kurz davor, die Live-Rechte an den 51 Spielen der Fußball-EM 2024 in Deutschland zu erwerben, den Öffentlich-Rechtlichen droht damit der Blackout. Beim TV-Deal mit der UEFA steht nach SID-Informationen nur noch die Unterschrift aus.

Allerdings hätten die öffentlich-rechtlichen Sender bei einer Einigung mit der Telekom noch die Chance, EM-Spiele durch den Kauf von Sublizenzen zu übertragen. Gemäß Rundfunkstaatsvertrag frei empfangbar müssen die Spiele der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel sowie die Halbfinals und das Finale sein.

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Die Übertragungsrechte könnten aber auch an Privatsender sublizenziert werden. Die Telekom ist nach SID-Informationen offen für Verhandlungen.

Telekom erwägt Weitergabe

Schon jetzt sind die Partien des DFB-Teams in der Qualifikation für die EM 2020 nur bei RTL zu sehen. Selbst Zusammenfassungen anderer Quali-Spiele strahlen die Öffentlich-Rechtlichen nicht aus. Die Europäische Fußball-Union UEFA und die Telekom gaben zunächst keine Stellungnahmen ab.

Die ersten Medienberichte von FAZ und Bild-Zeitung riefen sofort die Politik auf den Plan. "Alle Spiele müssen im Free-TV laufen. Hier sind insbesondere ARD und ZDF gefordert", sagte Frank Steffel (CDU), Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, in einer ersten Reaktion.

Sollte das Horrorszenario für ARD und ZDF tatsächlich eintreten, würde das nach jahrelanger Zusammenarbeit mit der UEFA eine Zäsur bedeuten. Bislang hatten beide Sender gemeinsam die Spiele von allen EM-Turnieren übertragen, auch die erste paneuropäische Endrunde im kommenden Jahr in zwölf Ländern mit dem deutschen Spielort München wird dort zu sehen sein.

Aufstieg zum Platzhirsch

ARD und ZDF hatten bereits im Wettbieten um die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 das Nachsehen gehabt, sich jedoch mit Rechteinhaber Discovery auf eine Sublizenzierung geeinigt.

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Für die Telekom wäre der Erhalt der Übertragungsrechte ein echter Coup, quasi ein Aufstieg in die Liga der großen Fußball-Berichterstatter. Neben ARD, ZDF und RTL zählen hierzu vor allem Platzhirsch Sky und der aufstrebende Sender DAZN. Telekom überträgt bislang lediglich die Partien der 3. Fußball-Liga und legt den Fokus auf andere Sportarten.

So sind beispielsweise alle Spiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf der kostenpflichtigen Streaming-Plattform MagentaTV zu sehen, außerdem die Partien der Basketball-Bundesliga. Unlängst war dort auch das schwache Abschneiden der deutschen Basketballer bei der WM in China übertragen worden.

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