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Der dreimalige Meistercoach Felix Magath hat seine Karriere als Trainer Anfang 2020 beendet - blieb dem Fußball aber in neuer Rolle treu.

25 Jahre lang war Felix Magath Trainer, wurde dreimal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg. Zu Beginn des Jahres 2020 erklärte er seine Karriere für beendet - und übernahm eine neue Rolle.

"Ich bin zu dem Schluss gekommen: Die Zeit des Trainers Magath ist vorbei, insofern ist der Entschluss da, dem Fußball in anderer Weise helfen zu wollen", sagte er bei seiner Vorstellung als neuer Boss des Unternehmens Flyeralarm Global Soccer.

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Magath will mit Flyeralarm zu den "Basics" zurück

In seiner neuen Funktion betreut er seitdem die beiden Drittligisten Würzburger Kickers und den FC Admira Wacker Mödling aus Österreich. Er sieht sich als "Sparringspartner" in Fußballfragen für die Klubs.

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"Wir freuen uns, so eine Koryphäe gewinnen zu können, das ist eine Sensation", kommentierte Thorsten Fischer, Chef der Firma, die Verpflichtung. Wie lange Magath seine neue Rolle ausfüllen soll, wurde nicht bekannt gegeben: "Ich gehe davon aus, dass diese Tätigkeit hier für mich erst endet, wenn alle zufrieden sind." Sein größtes Ziel sei es, Fußballvereine zu entwickeln. "Ich will wieder die Basics in den Vordergrund rücken."

Meister mit dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg

Magath - geboren am 26. Juli 1953 in Aschaffenburg - blickt auf eine lange Trainerkarriere zurück, der 43-malige deutsche Nationalspieler begann sie 1992 als Spielertrainer beim FC Bremerhaven. Die weiteren Trainerstationen in Deutschland waren der Hamburger SV, der 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart, der FC Bayern, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04.

Seinen Höhepunkt erlebte er bei den Bayern, die er 2005 und 2006 zweimal zum Double führte und bei den "Wölfen", die er 2009 in Doppelfunktion als Trainer und Manager sensationell zum Meister machte - und dabei die Bayern abhing, die ihn 2007 vor allem aus Unzufriedenheit über die mangelnden Fortschritte im internationalen Geschäft gefeuert hatten. Legendär wurde in Wolfsburg vor allem der "Mount Magath", ein zum Steigungs-Training mit unterschiedlich großen Treppen umfunktionierter Hügel.

Wegen seiner generell harten Methoden war Magath auch als "Quälix" bekannt, der in dieser Hinsicht ebenfalls berüchtigte Branko Zebec war neben Ernst Happel das große Vorbild seines früheren Schützlings.

Missverständnis FC Schalke 04

Nach dem Titelgewinn mit Wolfsburg wechselte Magath von großen Hoffnungen begleitet zu Schalke, was sich allerdings als teures Missverständnis entpuppte: Magath (Gehalt auf Schalke laut Süddeutscher Zeitung: sechs Millionen Euro pro Jahr) schied 2011 im Streit. In unguter Erinnerung blieben vor allem zahlreiche gefloppte Transfers, die Magath zu verantworten hatte.

Weil auch eine zweite Amtszeit in Wolfsburg weniger gut gelaufen war, orientierte sich Magath neu und wurde 2014 beim FC Fulham erster deutscher Cheftrainer in der englischen Premier League. Magath konnte den Abstieg jedoch nicht verhindern und wurde bald darauf gefeuert - unter dem Spott vieler englischer Medien. Seine letzte Station war der chinesische Klub SD Luneng, das Aus dort Ende 2017 beschloss Magaths Trainerlaufbahn.

Felix Magath und Ehefrau Nicola auf dem Oktoberfest 2015
Felix Magath und Ehefrau Nicola auf dem Oktoberfest 2015 © Getty Images

Privat ist Magath seit 2003 in zweiter Ehe mit Frau Yvonne verheiratet und hat sechs Kinder.

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