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Kevin Großkreutz ist Spieler beim KFC Uerdingen und nebenbei Trainer bei einem Bezirksligisten. Bei einer Hallenmeisterschaft soll er für einen Eklat gesorgt haben.

Schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Nationalspieler Kevin Großkreutz.

Der 31-Jährige spielt mittlerweile für den Drittligisten KFC Uerdingen, ist seit September 2019 aber auch im Trainerstab des Bezirksligisten Türkspor Dortmund aktiv. Jetzt soll der Ex-Profi von Borussia Dortmund in dieser Rolle auf einer Hallenstadtmeisterschaft dazu aufgefordert haben, einen Spieler des Gegners "kaputtzutreten". Dies berichten die Ruhr Nachrichten

In einem Kommentar auf Facebook wies Großkreutz die Vorwürfe entschieden zurück. Auf SPORT1-Nachfrage wollte er sich nicht weiter dazu äußern.

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Hitziges Spiel zwischen Lüner SV und Türkspor Dortmund

Was war passiert? Das entscheidende Spiel in der Zwischenrunde gegen den Lüner SV eskalierte, als ein Spieler von Türkspor einen gegnerischen Spieler per Ellenbogenschlag niederstreckte. Die Aktion wurde mit einer Roten Karte geahndet, in der hektischen Partie wurden in der Folge zudem mehrere Zeitstrafen verteilt.

In der Halbzeit gingen dann offenbar einige Fans auf Lünens Torhüter Daniel Dreesen los, der die Anhänger des Gegners allerdings zuvor mit einer abfälligen Geste provoziert haben soll. Auch der Keeper wurde mit einem Platzverweis bedacht. 

Ein Fan wurde zudem der Halle verwiesen. Dass es auch danach noch zu weiteren Eskalationen kam, soll auch an der Foul-Aufforderung durch Großkreutz gelegen haben. 

"Eigentlich kann ich mit Kevin (Großkreutz, Anm. d. Red) ganz gut. Es kann aber nicht sein, dass er seine Spieler dazu auffordert, meine 22 kaputt zutreten", sagte LSV-Trainer Christian Hampel gegenüber den Ruhr Nachrichten.

"Das ist ein O-Ton, den ich selber gehört habe", beteuerte der Coach. Man müsse sich nicht wundern, dass "hier so viele Leute durchdrehen, wenn ich so eine scheiß Aussage höre", erklärte der 49-Jährige weiter: "Das ist unter aller Sau."

Türkspor widerspricht - Großkreutz reagiert 

Türkspor, das die Partie letztlich in der Verlängerung gewann, setze sich gegen Hampels Aussagen vehement zur Wehr. "Ich weiß nicht, warum er diese Geschichte erfindet. Kevin hat gar nichts über Lünens 22 gesagt. Das schwöre ich. Vielleicht war es ja Hampel etwas zu heiß in der Halle und er schüttelt deshalb so eine unglaubliche Geschichte aus den Ärmeln", machte Großkreutz' Trainerkollege Reza Hassani seinem Unmut Luft. 

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Auch Großkreutz selbst reagierte wenig später mit einem Facebook-Kommentar auf die Geschehnisse.

"Es war ein hektisches, emotionales und kampfbetontes Spiel. Keine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit oder irgendwas. Wir sind am Ende der Sieger und das sollten die Lüner/der Trainer auch so hinnehmen oder einfach nicht mehr zur Dortmunder Stadtmeisterschaft erscheinen. Sich im Interview mit meinem Namen zu schmücken, ist ja am einfachsten."

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