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München - Kölns Geschäftsführer Sport Horst Heldt spricht im SPORT1-Podcast "Lieber Fußball" über sein Vorbild Uli Hoeneß, seinen Lieblingsklub und die Ziele mit dem 1. FC Köln.

Seit knapp neun Wochen ist Horst Heldt nun Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln. Im SPORT1-Podcast "Lieber Fußball" spricht er über seine Anfänge als Manager, die Unterstützung eines ganz berühmten Vorbild sowie seine Aufgaben in der Domstadt. 

Uli Hoeneß als Vorbild 

"An meinem ersten Tag als Manager habe ich alle anderen 17 Manager angerufen und gesagt: ’Hallo hier bin ich!’ Darunter waren zwei bleibende Gespräche. Zum einen Michael Meier, damals in Köln. Er hat sich viel Zeit genommen und mir direkt angeboten, dass ich ihn jederzeit anrufen kann. Das ist haften geblieben. Der zweite war Uli Hoeneß", erinnert sich der 50-Jährige an seinen ersten Arbeitstag im Jahre 2006 beim VfB Stuttgart . 

Der Podcast "Lieber Fußball" ist auf www.sport1-podcast.de und bei allen gängigen Streaming-Plattformen wie  Spotify und Apple Podcasts abrufbar.

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Vom ehemaligen Bayern-Präsidenten hat Heldt sich über die Jahre eine Menge abgeschaut.

"Ich habe Uli Hoeneß alles gefragt, was man fragen kann. Auch konkret, welches Problem ich gerade habe und wie er es angehen würde. Er hat sich wirklich Mühe gegeben. Daraus hat sich entwickelt, dass ich immer wieder geschaut habe, wie er es macht. Thema Nähe zum Beispiel: Er war bei jedem Freundschaftsspiel dabei, bei jedem Auswärtsspiel. Das war mein Maß der Orientierung - er war ja nicht umsonst so erfolgreich. Ich wollte wissen, warum ist er so gut, was macht er. Ich habe mir einige Sachen angeschaut und versucht zu übertragen. Das war ein Fremd-Coaching", sagt Heldt. 

"Lieber Fußball"-Gastgeber Tobias Holtkamp im Gespräch mit Horst Heldt
Lieber-Fußball-Gastgeber Tobias Holtkamp im Gespräch mit Horst Heldt © Timo Knop

Auch wenn sich Hoeneß selbst wahrscheinlich gar nicht über seine Vorbildfunktion bewusst war und die beiden auch nie darüber sprachen, hat Heldt von den Begegnungen über die Jahre gezehrt. 

Kopieren wollte er die Bayern-Ikone allerdings zu keiner Zeit: "Ich habe versucht, einerseits das viele Gute und Professionelle mitzunehmen und andererseits mein eigenes Ich zu behalten, meinen eigenen Weg zu finden. Denn nur zu kopieren, macht mal überhaupt keinen Sinn." 

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"Der FC ist und bleibt mein Ursprung, mein Klub"

Im November 2019 wurde Heldt neuer Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln - dem Klub, bei dem er sich schon zu aktiven Zeiten sehr wohl gefühlt hatte. "Als ich zum 1. FC Köln gekommen bin - ab da war ich Köln-Fan", sagt er euphorisch. Heldt, der in Königswinter geboren wurde, hatte immer eine besondere Bindung zum Effzeh: "Das ist und bleibt mein Ursprung, mein Klub."

Heldt war als aktiver Spieler mit 17 Jahren zum 1. FC Köln gegangen und hatte dort seine Profi-Karriere gestartet. Insgesamt absolvierte er 130 Bundesliga-Spiele für die Kölner und erzielte dabei 13 Tore.

Mit seinem Verein, der aktuell auf dem 13. Tabellenplatz steht, hat der Manager noch einiges vor. 

"Der Verein ist in der Lage, vieles zu erreichen. Aber er muss auch seine Hausaufgaben machen und heute gute Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf die nächsten Jahre haben. Wir sind in der viertgrößten Stadt Deutschlands, da kann man vieles erreichen. Man muss es nur umsetzen", erklärt er angesprochen auf seine Ziele mit den Kölnern. 

Lieber Fußball gibt's bei SPORT1 - und überall, wo es Podcasts gibt
Lieber Fußball gibt's bei SPORT1 - und überall, wo es Podcasts gibt © SPORT1 / Tobias Holtkamp

Für seine Aufgabe in der Domstadt hat er einen anschaulichen Vergleich zur Hand: "Am Anfang steht eine Vision oder Idee. Und dann ist wie beim Hausbau. Zunächst kommt das Fundament, darauf bauen wir auf."

Am Freitag wartet die nächste großere Herausforderung auf sein Team. Die Kölner müssen im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund antreten (Bundesliga: Borussia Dortmund - 1. FC Köln, ab 20:30 Uhr im LIVETICKER). 

Die aktuelle Folge von "Lieber Fußball" ist auf www.sport1-podcast.de und bei allen gängigen Streaming-Plattformen wie  Spotify und Apple Podcasts abrufbar.

 

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