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Augsburg - Heiko Herrlich geht trotz Team-Quarantäne zum Einkaufen. Der Trainer des FC Augsburg zieht aus seinem Verstoß Konsequenzen und verpasst sein Debüt.

Die Anekdote über seine Einkaufstour trotz Team-Quarantäne hat für Heiko Herrlich gravierende Folgen.

Der Trainer des FC Augsburg wird nach seinem Verstoß gegen die Auflagen des Konzepts der Deutschen Fußball-Liga (DFL) im Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag weder auf der Bank sitzen noch im Stadion sein. (Bundesliga: FC Augsburg - VfL Wolfsburg, Samstag 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Wie der FCA am späten Donnerstagabend auf SPORT1-Nachfrage in einer Pressemitteilung erklärte, verzichtete Herrlich freiwillig auf sein Debüt.

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Herrlich: Meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden

"Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich das Hotel verlassen habe. Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen. Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden", sagte Heiko Herrlich.

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Und ergänzte: "Ich werde daher konsequent sein und zu meinem Fehler stehen. Ich werde aufgrund dieses Fehlverhaltens das Training morgen nicht leiten und die Mannschaft auch nicht am Samstag im Spiel gegen Wolfsburg betreuen."

Inwieweit dieser Entschluss möglicherweise auf Druck der DFL zustande kam, blieb unklar. Eine Antwort auf eine entsprechende SPORT1-Anfrage lag bis Donnerstagabend nicht vor. 

In den nächsten Tagen werden weitere Coronatests beim FCA durchgeführt. Herrlich werde nach zwei negativen Testergebnissen seine Trainingsarbeit wieder aufnehmen, hieß es in der Klubmitteilung weiter.

Herrlich plaudert über Verstoß gegen Quarantäne-Maßnahmen

Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg hatte Herrlich zuvor offen über einen Verstoß gegen die DFL-Richtlinien geplaudert. Der FCA-Coach war einkaufen gegangen, um unter anderem Drogerie-Artikel zu kaufen.

"Wir sind im Hotel in Quarantäne und sollen da eigentlich auch nicht rausgehen. Es gibt aber Situationen, die es einfach erfordern", hatte der 48-Jährige erzählt, nachdem er sich unter anderem zu seinem Start beim Bundesligisten und der Verunsicherung in Zeiten der Corona-Krise geäußert hatte.

Herrlich kauft Zahnpasta und Handcreme

"Ich habe keine Zahnpasta, die ist am Ausgehen, und keine Hautcreme mehr gehabt, und dann bin ich mit meinem Trainingsanzug in der Nähe zu einem Supermarkt gegangen", berichtete Herrlich. "Auf dem Weg dahin habe ich gemerkt, dass ich meine Schutzmaske vergessen habe." Er sei daraufhin noch mal zurück in sein Zimmer, um die Maske zu holen.

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Im DFL-Konzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs in der Corona-Krise steht neben diversen Maßgaben geschrieben: "Als weitere Sicherungsmaßnahme werden mindestens die letzten 7 Tage vor Saisonbeginn als Trainingslager in Quarantäne verbracht, wobei die regelmäßige Abstrichtestung fortgesetzt wird."

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