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Aleksander Ceferin ist seit 2016 Präsident der UEFA
Aleksander Ceferin ist seit 2016 Präsident der UEFA © Imago
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Die Diskussionen um die Länderspiel-Fenster im September ebben nicht ab. Aleksander Ceferin nimmt nun die Klubs wie Bayern in die Pflicht.

Angesichts des enorm engen Terminkalenders aufgrund der Coronakrise hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Fußball-Klubs zu Solidarität aufgerufen.

"Die wichtigsten Interessenträger mussten Opfer bringen. Die UEFA hat einen Teil ihrer Saison geopfert, damit die nationalen Meisterschaften bis Ende Juli fertiggespielt werden können", sagte der Boss der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in einem Interview auf der Verbands-Homepage und forderte: "In der Länderspielperiode im September wird seitens der Vereine dieselbe Solidarität gefragt sein."

Ceferin reagiert auf Rummenigge

Damit reagierte Ceferin auf Kritik an der UEFA für ihr Festhalten am Zeitplan der Nations League. Für die DFB-Auswahl stehen dadurch am 3. und 6. September Spiele gegen Spanien und in der Schweiz an. "Ich halte es ehrlich gesagt für nicht gut", hatte Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits Mitte Juni im ZDF-Morgenmagazin über diese Pläne gesagt.

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Rummenigge hatte den DFB zuletzt wegen der durch Corona verkürzten Sommerpause aufgefordert, nach Möglichkeit schon bei den Länderspielen Anfang September auf den ein oder anderen Star des Double-Siegers zu verzichten.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff appellierte an alle Beteiligten, "an einem Strang" zu ziehen. "Die Bedenken der Vereine kennen wir, sie sind bei Bayern München besonders groß", sagte er, doch auch dem Verband sei "das Thema Belastungssteuerung enorm wichtig".

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Um den nationalen Ligen mehr Zeit für die Beendigung ihrer Saison zu gewähren, hatte die UEFA nicht nur die für diesen Sommer geplante EM ins kommende Jahr verschoben, sondern auch die verbleibenden Partien der Europacup-Wettbewerbe in den August gelegt. Die Endspiele finden am 21. (Europa League) und 23. August (Champions League) statt - da etwa die erste Runde des DFB-Pokals schon am 11. September ansteht, haben Nationalspieler von Topklubs kaum Pause.

Probleme fürchtet Ceferin jedoch nicht. "Wir haben ein hohes Maß an Einheit und Solidarität zwischen der UEFA, den Nationalverbänden, den Vereinen und den Ligen erlebt, die in den getroffenen Entscheidungen zum Ausdruck kommt", sagte der Slowene: "Es herrschte eine echte Bereitschaft, Kompromisse zu finden."

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