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Torwart Manuel Neuer (li.) und Trainer Felix Magath (beide Schalke)
Torwart Manuel Neuer (li.) und Trainer Felix Magath (beide Schalke) © Imago
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Felix Magath sieht Uli Hoeneß als zukünftigen Funktionär beim DFB. Zudem erklärt der Ex-Coach des FC Schalke, dass er 2011 wohl wegen Manuel Neuer gehen musste.

Uli Hoeneß als Präsident des Deutschen Fußball Bundes? Eigentlich unvorstellbar. 

Genauso unvorstellbar war viele Fußball-Freunde aber wahrscheinlich auch, dass Hoeneß einmal als TV-Experte auftritt. Und genau das wird ja in absehbarer Zeit tatsächlich passieren

Daher klingt es vielleicht nicht mehr ganz so abwegig, dass der Ehrenpräsident des FC Bayern nun auch für das höchste Amt beim DFB vorgeschlagen wurde: "Ich weiß nicht, ob es noch einen besseren als DFB-Präsidenten gäbe als Uli Hoeneß", sagte Felix Magath im Bild-Podcast "Phrasenmäher" sogar. 

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Hoeneß, so der ehemalige Bundesliga-Trainer, wäre "sicher einer, der den DFB nach vorne bringen würde." Aktuell steht Fritz Keller dem Verband vor. Also der Mann, denn Hoeneß noch 2019 als die "richtige Wahl" bezeichnet hatte.

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Magath verband seinen Vorschlag gleich noch mit Vorwürfen an den DFB: "Ich habe bisher keinen gehört oder gesehen, der in der Lage war, irgendwo sportlich was zu verändern, was dem Sport gut getan hätte." Hoeneß könne genau dies tun, meinte Magath, der von 2004 bis 2007 bei den Bayern unter Hoeneß arbeitete. Dessen größter Verdienst beim Erschaffen der Weltmarke FC Bayern sei Vor allem die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gewesen: "So einen gibt es nicht nochmal." 

Heute habe er zu Hoeneß keinen Kontakt mehr: "Er hat mit mir nix am Hut. Ich habe mit ihm nix am Hut. Das ist auch okay." 

Magath: Wegen Neuer musste ich bei Schalke gehen

Ein ähnliches Verhältnis habe er auch zu Clemens Tönnies, mit dem er einst beim FC Schalke zusammenarbeitete. Ab 2009 war er Trainer und auch Manager bei Königsblau, schon 2011 musste er wieder gehen. Dies hatte offenbar auch viel mit Manuel Neuer zu tun, der 2011 von Schalke zum FC Bayern wechselte. 

Wie Magath nun behauptete, war der Transfer aber schon vorher ausgemachte Sache zwischen Tönnies und Hoeneß. "Aus dem, was sich da erlebt habe, kann ich nur den Schluss ziehen, dass der Transfer von Manuel Neuer in Gelsenkirchen schon entschieden war, als ich kam." Und: Weil er sich gegen den Verkauf des heutigen Nationaltorhüters gewehrt habe, sei es zum vorzeitigen Abschied gekommen. 

Magath wollte Neuer lieber behalten und zur Not ablösefrei ziehen lassen: "Ich denke, das war ein Knackpunkt. Denn natürlich hat man mich dann von Schalker Seite angesprochen, man müsse den Manuel Neuer verkaufen. Ich hab dann gesagt: Nee, den verkaufen wir nicht. Das mache ich nicht mit." Er habe Neuer stattdessen zwei Vertragsangebote gemacht - auf die dieser aber praktisch gar nicht reagiert habe. 

Magath Argumentation: Mit Neuer vielleicht noch die Champions League zu spielen, wäre auch 30 Millionen Euro wert gewesen - der Verzicht auf eine Ablöse wäre somit tragbar gewesen: "Ich glaube schon, dass das (der Neuer-Abschied, Anm.) klar war und dass man gar nicht mehr verhandeln wollte. Und deswegen war ich dann auch ein Problem für die handelnden Personen, vor allen für Tönnies." 

"Genau", sagte Magath auf die Nachfrage, ob er gehen musste, damit Neuer verkauft werden konnte: "Im Nachhinein sehe ich das als Grund, warum sich Clemens Tönnies gegen mich gestellt hat." 

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