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Oliver Baumann: "Die Bolzplätze sind immer öfter leer"
Oliver Baumann: "Die Bolzplätze sind immer öfter leer" © FIRO/FIRO/SID
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Torwart Oliver Baumann vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim hat eine bedenkliche Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen angemahnt.

Frankfurt am Main (SID) - Mehr Zeit vor Bildschirmen, weniger auf dem Bolzplatz: Torwart Oliver Baumann vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim hat eine bedenkliche Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen angemahnt. "Auf dem Weg zum Training fahre ich immer durch Dörfer und dabei an vielen Bolzplätzen vorbei ? die sind immer öfter leer", sagte der 30-Jährige der Sport Bild: "Zuletzt war es wegen Corona kaum möglich, Freunde zu treffen, aber auch schon vorher hatte ich den Eindruck, dass immer weniger Jugendliche draußen herumrennen."

Baumann sehe dabei "eine große Gefahr, dass die Kinder schnell in eine Mediensucht abrutschen", wie er ausführte: "Ich habe Sorgen, dass es zu viel Computer- und Medienzeit wird und die Kinder verlernen, wie viel Spaß und Freude auch der Sport bringen kann und wie wichtig er für uns alle ist." Mit Blick auf seine eigene Karriere betonte Baumann: "Wenn ich früher nur vor der PlayStation gehockt hätte, dann wäre ich heute sicher kein Bundesliga-Torwart."

Aber auch bei Teamkollegen bekommt Baumann, der im vergangenen September im Kader der deutschen Nationalmannschaft stand, diese Entwicklung mit. "Du kommst nach dem Spiel in die Kabine, und die Köpfe gehen nach unten auf das Handy. Dabei hatten wir vor zehn Minuten ein Bundesliga-Spiel", erzählte er und blickte auf seine Zeit beim SC Freiburg zurück: "Früher in Freiburg war es noch verboten, das Handy in der Kabine zu haben. Das könnte man heute nicht mehr durchsetzen. Aber manchmal würde ich mir mehr alte Schule wünschen."

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