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Flavio Becca würde gerne beim FCK einsteigen - zögert aber noch
Flavio Becca würde gerne beim FCK einsteigen - zögert aber noch © SPORT1-Montage: Davina Knigge / Imago
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Der luxemburgische Investor Flavio Becca steigt nun doch beim 1. FC Kaiserslautern ein. Michael Littig hingegen legt all seine Ämter ab.

Der schwer angeschlagene 1. FC Kaiserslautern hat auf seiner jüngsten Irrfahrt die nächste Kehrtwende vollzogen - und die könnte nun zur Rettung führen.

Der Drittligist wird nach einigem Hin und Her nun doch das Angebot des umstrittenen Investors Flavio Becca aus Luxemburg annehmen. Das teilte der FCK am Donnerstag im Anschluss an eine Sitzung des Beirats mit.

Bis zum 28. Mai muss der viermalige deutsche Meister seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, um die Lizenz vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu erhalten. Zuletzt drohten dem Verein die Insolvenz und der Zwangsabstieg.

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Ehrmann ist erleichtert

FCK-Torwarttrainer Gerry Ehrmann begrüßte den Entschluss. "Endlich ist eine Entscheidung getroffen worden. Das ist das Beste für den Verein und nur darum geht es. Ich war von Anfang an für diese Lösung, weil sie alternativlos war", sagt der 60-Jährige im Gespräch mit SPORT1. "Ich bin natürlich erleichtert. Jetzt herrscht Klarheit. Hätten wir das vor zwei Wochen gemacht, wären wir heute weiter."

Und weiter: "Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht und es liegt an uns hart und erfolgreich zu arbeiten."

Littig tritt ab

Becca hatte als Voraussetzung für sein Engagement den Rücktritt von Michael Littig, Beiratsmitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates, gefordert. Die Vereinsgremien favorisierten daraufhin zunächst das Angebot einer regionalen Investorengruppe, das Littig laut Medienberichten selbst initiiert hatte. Am Donnerstag gab er seine Ämter nun aber ab und machte den Weg für Becca frei.

Littig begründete seine Entscheidung damit, "dass er Ruhe in die Gremien bringen und einen wichtigen Beitrag zur Befriedung innerhalb des 1. FC Kaiserslautern leisten möchte", hieß es in der Mitteilung.

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Offenbar sollen im Klubumfeld aber vor allem Hauptkreditgeber Quattrex und Vermarkter Lagardere Vorbehalte gegenüber der Lösung mit den regionalen Investoren gehabt haben. Der Beirats-Vorsitzende Patrick Banf und Ehrmann hatten die Kritikpunkte zuletzt in Worte gefasst.

Banf: "Befreiungsschlag für den Verein"

"Jetzt hat sich eine Gruppe von sechs Leuten, die namentlich nicht bekannt sind, den Verein für 30 Millionen gekauft", sagte Banf der Zeitung Die Rheinpfalz. Laut Ehrmann sei ein "seriöser Geschäftsmann, der der ganzen Stadt gut getan hätte, verprellt worden." Eine Zusammenarbeit mit Becca sah er als "Befreiungsschlag für den Verein - ein Ankerinvestor, der uns auf Jahre Planungssicherheit gegeben hätte."

Nun kommt diese Lösung doch zustande, trotz des ja durchaus zweifelhaften Gebarens von Becca in Bezug auf Littig. Wohl auch, weil Quattrex und Lagardere den Milliardär als potenten Investor bevorzugten, um das eigene Engagement abzusichern. Der Klub teilte nun letztlich mit, gemeinsam mit dem Unternehmer eine "nachhaltige und langfristige Zusammenarbeit" anzustreben.

Zunächst bietet der Luxemburger offenbar eine Art Vorschuss von 2,6 Millionen Euro an, diesem sollen in den kommenden fünf Jahren rund 25 Millionen Euro folgen. Die zuletzt von Fans durch die sogenannte "Betze-Anleihe II" und eine Crowdlending-Aktion eingesammelten drei Millionen Euro reichten nicht aus. Weiteres Geld musste her, um das schlimmste Horror-Szenario zu verhindern.

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