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Der 1.FC Kaiserslautern ließ die Zuschauerzahlen hochschnellen
Der 1.FC Kaiserslautern ließ die Zuschauerzahlen hochschnellen © Getty Images
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Trotz eines Rekordumsatzes fahren 13 Klubs der Dritten Liga einen Verlust ein. Kaiserslautern und Braunschweig sorgen für einen Zuschauerrekord.

Rote Zahlen und ein rotes Tuch: Die 3. Liga bleibt zwar das finanzielle Sorgenkind des deutschen Profifußballs, die von Oliver Bierhoff angeregte Neugliederung lehnen die Klubs aber dennoch ab. #

"Das Verwässern der 3. Liga macht keinen Sinn. Ich sehe derzeit überhaupt keinen inhaltlichen Ansatz dafür", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik vom 1. FC Magdeburg als Mitglied des Drittliga-Ausschusses bei der Bilanz-Präsentation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Die am Mittwoch vorgelegten Zahlen sind alles andere als rosig. Trotz eines Umsatzrekords in der vergangenen Spielzeit in Höhe von 185,6 Millionen Euro verzeichneten die 20 Klubs mit einem durchschnittlich Minus von 1,5 Millionen Euro pro Verein einen Rekordverlust. Zum neunten Mal in elf Jahren machten die Klubs in ihrer Gesamtheit Miese.

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13 Klubs schreiben rote Zahlen 

Obwohl der Umsatz um rund 30 Millionen Euro gesteigert werden konnte, beendeten nur sieben Vereine die Spielzeit mit einem Plus. Dagegen schrieben 13 Klubs rote Zahlen. Das negative Eigenkapital belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2018 auf 15,6 Millionen Euro. Das bedeutet ein durchschnittliches Minus von 781.000 Euro pro Klub. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 113,3 Millionen - das entspricht im Schnitt 6,7 Millionen Euro pro Verein.

"Mehr oder weniger alle Klubs kämpfen um den Aufstieg oder gegen den Abstieg. Das hat ein hohes Risiko bei den Investments in die Kader-Zusammenstellung zur Folge", sagte DFB-Abteilungsleiter Manuel Hartmann: "Auf der einen Seite haben wir Verständnis für diese Entwicklung. Auf der anderen Seite appellieren wir an die wirtschaftliche Vernunft der Klubs."

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Schuld an den negativen Zahlen sind in erster Linie die Ausgaben, die um rund 30 Prozent auf 216,3 Millionen Euro gestiegen sind. Der durchschnittliche Gesamtaufwand pro Klub liegt erstmals über zehn Millionen Euro.

Mit mehr als 75 Millionen Euro machen die Gehälter der Profis und der Trainer den größten Einzelposten aus. Sie sind um rund 450.000 Euro pro Klub angewachsen und liegen nunmehr durchschnittlich bei 3,8 Millionen Euro pro Verein. Ein Spieler verdient im Schnitt rund 80.000 Euro pro Jahr.

Für Kallnik ist die Liga dennoch "sportlich ein funktionierendes Modell". Deshalb würde es mit Blick auf die Nachwuchsförderung mehr Sinn machen, "die Regionalliga weiterzuentwickeln". "Ich sehe eher die Chance darin, eine zweigleisige 4. Liga aus Klubs mit professionellen Strukturen zu installieren", äußerte Kallnik. Darüber will der Ausschuss demnächst mit Bierhoff sprechen. 

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Bierhoff regt Neustrukturierung an

Bierhoff hatte eine Neustrukturierung der 3. Liga ins Gespräch gebracht. "Würde es helfen, sie in Zukunft wieder zweigleisig laufen zu lassen, oder sogar dreigleisig?", fragte Bierhoff zuletzt im kicker. Dies könne "eine Möglichkeit sein, jüngeren Spielern mehr Spielmöglichkeiten zu geben".

 Mit Blick auf die Zuschauerzahlen konnte die 3. Liga einen Rekord aufstellen. Erstmal kamen mehr als drei Millionen Besucher in die Stadien. Damit lag die durchschnittliche Zuschauerzahl bei 8132 pro Begegnung. Die Einschaltquote pro Livespiel (Free-TV und Pay-TV) kletterte von rund 234.000 Zuschauern in der Saison 2017/2018 auf knapp 300.000.

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