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Dortmund - Borussia Dortmund gewinnt klar gegen Borussia Mönchengladbach. Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang überragen im Team von Trainer Thomas Tuchel.

Borussia Dortmund hat nach dem verbalen Rundumschlag seines Trainers Thomas Tuchel einen beruhigenden Sieg gefeiert und die Sorgen von Borussia Mönchengladbach verschlimmert (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

Der BVB gewann das Borussen-Duell des 13. Spieltags mit 4:1 (2:1), die Dortmunder Heimserie hielt somit auch im 28. Spiel in Folge ohne Niederlage. Überragende Spieler beim BVB-Erfolg waren Doppel-Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus, der drei Tore vorbereitete.

"Wir haben die Niederlage in Frankfurt analysiert und vergangene Woche sehr gut trainiert", sagte Reus bei Sky: "Wir brauchen Kontinuität, die ist für uns sehr wichtig und da müssen wir wieder hin", ergänzte Reus.

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Schubert in Gladbach immer mehr unter Druck

Der BVB orientiert sich wieder in Richtung erneute Champions-League-Qualifikation, für die Gladbacher dagegen wird die Lage immer brisanter. Trainer Andre Schubert steht nach dem achten Spiel in Serie ohne Sieg immer mehr unter Druck und muss allmählich um seinen Job bangen (Die Tabelle der Bundesliga).

"Klar, dass du nicht mutiger wirst, wenn du eine Reihe von Spielen nicht gewonnen hast", meinte Schubert: "Wenn wir am Limit spielen, können wir auch in Dortmund etwas holen. Dazu waren wir heute nicht in der Lage. Im Moment spricht Vieles gegen uns. Wir müssen bei den Dingen ansetzen, die wir gut machen."

Auch die frühe Führung durch Raffael (6.) half den Gästen nicht, ihre notorische Auswärtsschwäche zu bekämpfen. Eine Minute später stand es bereits 1:1 - ubameyang, Dortmunds Torjäger vom Dienst, hatte sein 14. Saisontor erzielt.

Das 2:1 köpfte Lukasz Piszczek ebenfalls noch in der turbulenten Anfangsphase (15.), Ousmane Dembélé (64.) und wiederum Aubameyang (68.) legten vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park nach (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Tuchel hatte sich vor dem Spiel erstaunt gezeigt über die Reaktionen nach seiner Mannschaftskritik.

"Natürlich habe ich das Recht, die Mannschaft zu kritisieren - genauso wie sie jetzt viel Lob bekommt", sagte er nach der Partie: "Natürlich passiert das nicht immer öffentlich, aber wenn das passiert, ist das alles auch in einem Rahmen, den wir offensichtlich vertragen. Es ist Geduld gefragt, das ist nicht meine stärkste Eigenschaft. Es ist jetzt ein guter Neuanfang nach der Niederlage in Frankfurt."

Götze und Weigl auf der Bank - Sahin verletzt sich

Als beide Mannschaftsbusse es mit Polizei-Eskorte durch den Stau zum Stadion geschafft hatten, überraschte Tuchel mit zwei Personalien: Mario Götze und Julian Weigl saßen auf der Bank. Dafür stand Nuri Sahin in der Dortmunder Elf, bis er in der 36. Minute angeschlagen vom Platz humpelte. Zuvor war er in dieser Saison ohne Bundesliga-Minute gewesen.

Gladbach setzte auf eine nominell offensive Aufstellung mit Lars Stindl, Mahmoud Dahoud, Thorgan Hazard und Raffael. Hinten sollte eine Fünferkette absichern, was sie allerdings immer wieder nicht tat - so auch bei Aubameyangs Ausgleich, den die sehr starken Dembélé und Marco Reus einleiteten. Das 0:1 hatte Marc Bartra Raffael mit einer ganz schwachen Kopfballabwehr aufgelegt.

Dortmund dreht das Spiel

Der spanische BVB-Innenverteidiger durfte dafür nach einem Eckball Dembélés von rechts das 2:1 für Piszczek vorbereiten, wieder weitgehend unbedrängt von der Defensive der Gäste, die noch mehrmals Glück gegen Reus, Matthias Ginter und Aubameyang (33./56.) hatten.

Die Gladbacher wirkten fahrig und verunsichert, und das gegen eine Dortmunder Mannschaft, die trotz Überlegenheit ebenfalls nicht viel Souveränitat ausstrahlte. 

Reus-Treffer zählt nicht

Die hätte das 3:1 kurz nach der Pause bringen können - aber Reus stand gegen seinen Ex-Klub klar im Abseits (50.).

So aber blieb Gladbach im Spiel, in einer guten Phase war der Ausgleich zweimal nah. Erst rettete Sokratis für den BVB in höchster Not, nach dem folgenden Eckball köpfte Andreas Christensen knapp über das Tor (beide 54.).

Das Bemühen war auch danach da, andererseits drohte der Knockout - der BVB aber blieb fahrlässig in der Chancenverwertung, bis Dembélé seine Leistung krönte.

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