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Ein Tor und eine Torvorlage steuert Arjen Robben beim Sieg gegen Mainz 05 bei. Die Bayern erholen sich schnell von einem Schock - und bringen das Ergebnis über die Zeit.

Die kleinen, aber feinen Kniffe von Trainer Carlo Ancelotti sind aufgegangen. Der personell und taktisch leicht veränderte FC Bayern hat zum Auftakt des 13. Spieltages durch ein 3:1 (2:1) bei Mainz 05 die Tabellenspitze zurückerobert - zumindest vorübergehend (LIVETICKER in der Nachlese).

Ancelotti hatte auf die durchwachsenen letzten Wochen reagiert. Arjen Robben feierte ein bärenstarkes Startelf-Comeback und war mit einem Treffer und einer Torvorlage maßgeblich am Sieg beteiligt. Thomas Müller agierte aus dem offensiven Mittelfeld heraus in aufsteigender Form. Und Philipp Lahm verlieh dem defensiven Münchner Mittelfeld weitgehend Stabilität.

Am Ende trafen "Mainz-Schreck" Robert Lewandowski (8., 90.+1) und Roben (21.) in seinem 150. Bundesliga-Spiel für den Meister, der aber im achten Pflichtspiel in Folge ein Gegentor hinnehmen musste.

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FSV-Stürmer Jhon Cordoba erzielte nach einer erneuten Unachtsamkeit der Bayern bereits in der vierten Minute die Mainzer Führung. Eine solche Negativserie hatte es zuletzt vor fünf Jahren gegeben (Tabelle der Bundesliga).

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Sonderlob für Thomas Müller

FCB-Trainer Carlo Ancelotti war von der ersten Hälfte angetan: "Ich bin vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Da haben wir schöne Kombinationen geboten und auch getroffen", sagte der italienische Mister und zollte Thomas Müller ein Sonderlob: "Thomas Müller ist ein sehr intelligenter Spieler und deshalb auch flexibel einsetzbar."  

Auch Robben war sichtlich zufrieden: "So haben wir wochenlang nicht gespielt. Als Spieler macht es auch Riesenspaß, aber es war natürlich eine Umstellung", sagte Robben nach dem Spiel bei Sky und lobte Müller: "Wir haben heute mit einer Zehn gespielt, wir haben mit Thomas da gespielt. Ich glaube, das war der Schlüssel zum Erfolg."

Müller fühlte sich auf seiner Lieblingsposition wohl, sah aber auch ein Problem. "Als der Trainer heute gesagt hat, dass wir heute ein bisschen anders spielen, habe ich mich natürlich gefreut. Auch wenn dadurch natürlich der Druck auf mich sehr hoch war. Weil ich dann auf meiner Lieblingsposition spielen durfte und dann auch liefern musste", sagte der 27-Jährige.

Hoeneß auswärts erstmals wieder auf Tribüne

Beim Auswärts-Comeback des alten und neuen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, der neben Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf der Tribüne saß, zeigten die Bayern ein gutes, aber beileibe kein perfektes Spiel (Statistik zum Spiel).

Vor Cordobas Tor, der vor 34.000 Zuschauern aus dem Lauf ins lange Eck traf, patzten die Münchner in der Vorwärtsbewegung.

Weil Lewandowski aber nach starker Vorarbeit von Robben postwendend den Ausgleich erzielte, blieb der Fehler folgenlos.

Lewandowski mit Ballerina-Tor

Der starke Robben, der im Anschluss per Kopf nach Vorlage von Thomas Müller traf, stand erstmals seit dem 2. März zusammen mit Franck Ribéry in der Münchner Startelf.

Die Gastgeber, die sich auch aufgrund des Erfolgs im März durchaus Chancen ausgerechnet hatten, zogen sich im Spielverlauf immer weiter vor den eigenen Strafraum zurück und lauerten auf Fehler der Bayern - die aber zunächst ausblieben.

Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern schnürte Lewandowski dann noch kurz vor Schluss seinen vierten Doppelpack in Folge vor Mainzer Publikum. Kurios dabei war vor allem sein Anlauf, der ein bisschen an eine Ballerina erinnerte.

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