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Hamburger SV v FC Schalke 04 - Bundesliga
Hamburger SV v FC Schalke 04 - Bundesliga © Getty Images
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Hamburg - Der Hamburger SV gewinnt gegen ersatzgeschwächte Schalker. Mit viel Geschwindigkeit machen die Hamburger den Königsblauen Probleme - und verspielen beinahe noch den Sieg.

Markus Gisdol gestikulierte wild an der Linie und zeigte immer wieder auf seine Uhr. Als der Schlusspfiff endlich ertönte, riss der Trainer des Hamburger SV jubelnd die Arme hoch. Mit dem 2:1 (0:0) gegen Schalke 04 beendeten die krisengeplagten Hanseaten das Halbjahr doch noch versöhnlich (TICKER in der Nachlese).

"Wir sind eng zueinander gerückt, die Mannschaft zieht 100 Prozent mit, sie investiert viel, deshalb können wir auch die Ergebnisse einfahren", sagte Gisdol nach dem Spiel bei Sky.

"Wir wollten unbedingt mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen. Der Sieg war unheimlich wichtig", sagte Mittelfeldspieler Albin Ekdal. Und Kapitän Gotoku Sakai ergänzte: "Wir haben als gesamtes Team so viel Leidenschaft gezeigt. Das war ein unheimlich schöner Sieg."(Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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Zumindest vorübergehend zog der HSV am FC Ingolstadt vorbei auf Relegationsplatz 16. Auf das neue Führungsteam um Heribert Bruchhagen wartet dennoch angesichts von nur 13 Punkten viel Arbeit.

Müller zu schnell

Nicolai Müller brachte den HSV in der 60. Minute per Linksschuss verdient nach einem Konter in Führung. Der starke Serbe Filip Kostic hatte den Offensivmann mustergültig bedient, Ralf Fährmann war machtlos.

Kurz darauf scheiterte Johan Djourou mit einem harmlosen Foulelfmeter an dem Schalke-Keeper (76.). Sechs Minuten später enteilte Bobby Wood im Höchsttempo auf der rechten Seite. Benedikt Höwedes kam zu spät, um den schnellen Angreifer zu stellen.

Der Stürmer schloss mit links zum 2:0 ab. Der eingewechselte Donis Avdijaj verkürzte für Königsblau mit einem Seitfallzieher nach Vorlage von Abdul Rahman Baba (90.). (Tabelle der Bundesliga)

© SPORT1/iMfootball

Schalke zittert um Europa

 Für die Königsblauen wird das Rennen um die Europacupplätze immer schwieriger. 18 Zähler hat das Team von Coach Markus Weinzierl erst eingesammelt und hinkt den Erwartungen deutlich hinterher. In Hamburg fehlte den Gelsenkirchenern die Zielstrebigkeit in den Aktionen.

Bissig, mutig, gefährlich: Der HSV war schon im ersten Durchgang das aktivere Team. Akzente setzte von Beginn an der quirlige Kostic mit zahlreichen Tempodribblings, die S04 zusetzten. Müller zögerte nach exaktem Zuspiel des Serben jedoch bei seiner ersten Chance zu lange und wurde im letzten Moment abgeblockt (23.).

Der HSV entschied durch Albin Ekdal und Matthias Ostrzolek viele Zweikämpfe im Zentrum für sich und erhöhte den Druck. Douglas Santos (42.) und Luca Waldschmidt (44.) stellten Fährmann mit zwei Distanzschüssen auf die Probe.

Weinzierl verstärkt Offensive

Auch nach dem Wechsel blieb der HSV am Drücker, ging aber zunächst zu fahrlässig mit seinen Gelegenheiten um. In Überzahl verpasste Gregoritsch bei einer Konterchance den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel (52). Kurz zuvor hatte Goretzka nach einem Eckball Hamburgs Torwart Christian Mathenia erstmals vor Probleme gestellt.

Nach der Hamburger Führung reagierte Weinzierl und brachte mit Avdijaj einen weiteren Offensivmann für den defensiveren Johannes Geis. Der HSV lauerte bei Kontern auf die Chance zur Entscheidung, die Djourou nach Foul an Kostic zunächst leichtfertig vergab. Doch dann traf Wood.

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