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FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l.) äußert sich zu Thomas Müller
FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l.) äußert sich zu Thomas Müller © Getty Images
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München - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge übt Kritik an Thomas Müller. Es gebe beim Nationalspieler "das Eine oder Andere", was 2017 besser laufen müsse, meint Rummenigge.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister FC Bayern München hat Weltmeister Thomas Müller angezählt.

Angesprochen auf die Rolle des Nationalspielers, der beim 3:0 der Bayern am Mittwochabend im Spitzenspiel gegen RB Leipzig 90 Minuten auf der Bank saß, verknüpfte er seine Meinung dazu mit einer Mahnung an Müller: "Das ist dann auch Motivation, dass die Spieler 2017 das ein oder andere vielleicht besser machen müssen. Und das ist hier der Fall."

Durchwachsene Hinserie von Müller

Stürmer Müller (27) - der den Journalisten nach dem Leipzig-Spiel nur ein "Frohes Fest!" wünschte - hat eine äußerst durchwachsene Hinserie hinter sich. In 13 Bundesliga-Spielen traf er nur ein einziges Mal.

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Zuletzt zeigte er zwar ansteigende Form, im von Trainer Carlo Ancelotti immer häufiger gewählten 4-2-3-1-System fühlte er sich sichtlich wohler als im 4-3-3.

Dennoch durfte er gegen RB nicht ran.

"Dann sitzen eben zwei, drei draußen"

"Heute brauchst du 16, 17, 18 Spieler, wir haben darüber hinaus eine hohe Anzahl an Qualität, und dann sitzen eben mal zwei, drei draußen, die nicht glücklich sind", hatte Rummenigge dazu gesagt, ehe er seine Kritik äußerte.

In der Champions League hat Müller bei sechs Einsätzen immerhin zwei Mal getroffen. Und auch in der Nationalmannschaft hat er sein EM-Tief (null Tore) überwunden.

Bei seinen sechs Einsätzen seit Frankreich hat er vier Tore erzielt, jeweils zwei in den WM-Qualifikationsspielen in Norwegen und gegen Tschechien. Dazu kamen vier Torvorlagen.

Hoeneß: "Ein bisschen den Boden weggezogen"

Müllers durchwachsenes Jahr hatte schon vor der Partie auch Uli Hoeneß thematisiert.

"Thomas ist ein Sonnyboy, dessen Lebensweg bislang nur steil bergauf ging", sagte der Präsident im FC-Bayern-Magazin: "Und dann kam dieser Strafstoß gegen Atletico, die erste wichtige Sache in seinem Fußballerleben, die in die Hose gegangen ist." Der habe Müller "so ein bisschen den Boden unter den dünnen Waden weggezogen". Auf einmal "dachte er vor dem Tor bei jedem Ball nach, den er früher einfach reingemacht hat".

Hoeneß glaubt: "Wenn du darüber dann monatelang auch noch in sämtlichen Medien liest, kann das schon zu einer gewissen inneren Unruhe führen."

Der Präsident ist dennoch "überzeugt, dass er jetzt auch wieder regelmäßig treffen wird". Ancelotti ist es anscheinend noch nicht so ganz.

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