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Der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg muss als Konsequenz des schwachen sportlichen Abschneidens der Wölfe gehen. Ein ehemaliger Zweitliga-Manager könnte folgen.

Der abstiegsbedrohte VfL Wolfsburg hat auf seine anhaltende sportliche Talfahrt reagiert und sich von Sport-Geschäftsführer Klaus Allofs getrennt.

Am Abend bestätigte der VfL die Trennung offiziell, SPORT1 hatte dies bereits am Mittag vermeldet.

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Die unglückliche Transferpolitik und der missglückte Trainerwechsel von Dieter Hecking zu Valerien Ismael kosten Allofs den Job. Auch innerhalb der Mannschaft soll der 60-Jährige sehr kritisch gesehen worden sein.

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"Es ist für mich persönlich ein trauriger Tag. Nach intensiven Gesprächen sind wir zum Wohl des VfL Wolfsburg zu dieser Entscheidung gekommen", meinte Allofs in der Pressemitteilung. "Ich wünsche dem VfL, dass neue Kräfte freigesetzt werden und dass 'wir' ganz schnell wieder dorthin kommen, wo dieser Klub mit seinen Fans hingehört - nämlich nach oben! Es war mir eine große Ehre, für den VfL Wolfsburg arbeiten zu dürfen."

"Stecken mitten im Abstiegskampf"

"Es gibt kein Vertun: Wir stecken im Abstiegskampf, und zwar mittendrin", hatte Francisco Javier Garcia Sanz, der mächtige Boss des Aufsichtsrates, zuletzt gesagt und die Lage als "sehr, sehr ernst" bezeichnet.

Nun zog der Tabellen-15. nach dem 0:5 beim FC Bayern die personelle Konsequenz aus der Talfahrt.

"Nach eingehender Analyse in den vergangenen Wochen haben wir uns dazu entschlossen, auf seiner Position angesichts der aktuell schwierigen sportlichen Situation einen Neuanfang zu machen. Dieser Schritt war reiflich überlegt, ist uns aber eingedenk der Leistungen von Klaus Allofs für den Verein und unseres guten persönlichen Verhältnisses zu ihm nicht leichtgefallen", erklärte Sanz. "Doch gerade vor dem Hintergrund des akuten Abstiegskampfes galt es, eine Entscheidung für die Zukunft des VfL Wolfsburg zu treffen."

Allofs wird unter anderem vorgeworfen, dass er öffentlich eine überflüssige Strategie-Diskussion losgetreten hat.

Auch deshalb sah sich VW-Vorstand Sanz offenbar veranlasst, bei der Weihnachtsfeier des Klubs am Sonntag zu betonen: "Damit eines klar ist: Der VfL ist und bleibt ein wichtiger Botschafter von Volkswagen. Und mehr als das: Der Verein ist Volkswagen."

Todt als Nachfolger im Gespräch

Das Unternehmen steht zum Verein, der Klub allerdings nicht mehr zu Allofs.

Der vor rund vier Jahren von Werder Bremen gekommene Sportchef hatte zuletzt auch bei der Diskussion um den abwanderungswilligen Julian Draxler ein schwaches Bild abgegeben.

Heißer Nachfolgekandidat für Allofs ist offenbar Jens Todt, der bis November beim Karlsruher SC tätig war, nach seiner Beurlaubung dort aber noch bis Sommer 2017 unter Vertrag steht. Der Ex-Nationalspieler war bereits von Februar 2010 bis Mai 2011 Nachwuchs-Chef bei den Niedersachsen.

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther erklärte SPORT1 aber, dass es bisher keine Anfrage für Todt gebe.

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Heldt und Sammer als Alternativen

Als Alternative gilt Horst Heldt, der aber auch beim Hamburger SV im Gespräch ist.

Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung meldet zudem, dass Matthias Sammer der neue starke Mann in Wolfsburg werden könnte.

Alle drei werden aber auch als neuer Sportdirektor beim Hamburger SV gehandelt.

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