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AC ChievoVerona v Juventus FC - Serie A
Miralem Pjanic wäre um ein Haar in München gelandet © Getty Images
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Bei Juventus Turin wird Mittelfeld-Star Miralem Pjanic bereits als der neue Andrea Pirlo gefeiert. Dabei wäre der Bosnier fast in München gelandet.

Juve-Star Miralem Pjanic wäre im vergangenen Sommer fast beim FC Bayern gelandet. Doch der Rekordmeister ließ sich zu lange Zeit und verschlief den Transfer.

Denn: Schon in dessen Jugendalter bemühten sich die Münchner um das Ausnahmetalent.

"Während meiner ersten Saison in Metz hat Uli Hoeneß mich zu sich nach Hause eingeladen. Da war ich gerade 17 Jahre alt. Ich saß bei ihm auf der Couch. Wir haben lange gesprochen, und er ist wirklich ein toller Sportsmann. Am Ende habe ich mich aber entschieden, in Frankreich zu bleiben, und bin nach Lyon gewechselt. Der FC Bayern war damals einfach noch eine Nummer zu groß für mich", sagte Pjanic im Interview mit der Sport Bild.

Juve schneller als Bayern

Auch vergangenen Sommer gab es Interesse aus München. Ein Wechsel kam jedoch nicht zustande. Der Grund: Bayern war zu langsam. "Der FC Bayern ist einer der besten Klubs der Welt, eine richtige Maschine. Ich habe die Bundesliga schon als Kind in Luxemburg verfolgt, die Spielweise ist einfach schön anzuschauen. Der FC Bayern ist wohl für jeden ein Traumziel. Neben den Bayern gab es weitere Interessenten, aber Juve war einfach am schnellsten. Sie haben mir vom ersten Kontakt an klargemacht, dass sie mich unbedingt wollen. Das gab den Ausschlag", erklärte der 27-Jährige.

Pjanic ist einer der größten Stars dieser Champions-League-Saison. Auch in der Liga läuft's wie am Schnürchen. In 26 Spielen bereitete er neun Tore vor und erzielte fünf selbst. Am MIttwochabend will er mit den Turinern gegen den AS Monaco den Grundstein für den Einzug ins Champions-League-Finale legen (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Möchte Pirlo nicht kopieren"

Als Paul Pogba von Juventus Turin für über 100 Millionen Euro zu Manchester United wechselte, füllte Pjanic das große, klaffende Loch im zentralen Mittelfeld der Bianconeri. Der Bosnier kam letzten Sommer für rund 32 Millionen Euro vom AS Rom. In Italien wird der 1,80 Meter große Spielmacher bereits als der neue Pirlo gefeiert. 

Die Vergleiche mit Pirlo schmeicheln ihm. Dennoch will Pjanic seinen eigenen Stil kreieren. "Pirlo habe ich immer genau beobachtet und mir viel abgeschaut. Er war einer der besten Strategen in den letzten Jahren. Aber ich möchte niemanden kopieren. Ich will einfach meine Stärken einbringen, um Juventus maximal zu helfen. Wichtig ist im Fußball weiterhin, dass die Mannschaft funktioniert und nicht ein Einzelner seine Erfolg hat."

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