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München - Im Volkswagen Doppelpass diskutieren die Experten über die Zukunft von Thomas Tuchel. Ein Verbleib bei Borussia Dortmund scheint unwahrscheinlich.

Die Personalie Thomas Tuchel ist im Volkswagen Doppelpass heftig diskutiert worden. Während Reiner Calmund auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Tuchel und Borussia Dortmund hofft, sehen andere Experten eine Trennung zum Saisonende als einzig logische Lösung an.

"Die Disharmonie hat ja schon viel länger Bestand. Jetzt ist es eine neue Eskalationsstufe. Es ist für mich offensichtlich, dass es einen Bruch zwischen Hans-Joachim Watzke und Thomas Tuchel gibt. Das ist meiner Meinung nach nicht zu kitten", sagte SPORT1-Experte Thomas Strunz.

Calmund dagegen erklärte, er wünsche sich, dass "wenn so ein guter Trainer und so ein gutes Management so einen Erfolg nach so einem schweren Jahr haben, sie sich zusammenfinden". Allerdings nicht mit aller Macht. "Das ist wie in einer Ehe. Nette Frau, netter Mann, wenn's nicht klappt - Briefmarke drauf, auf Wiedersehen", so Calmund.

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Der frühere Manager von Bayer Leverkusen meinte, Tuchel habe "in einer schwierigen Zeit bewiesen, dass er ein erstklassiger Trainer ist". Allerdings müsse sich der Trainer auf seine Aufgabe konzentrieren.

Calmund sieht Eigentor Tuchels

Tuchels Reingrätschen bei der Frage um die Durchführung des Spiels nach dem Attentat wertet Calmund als "Eigentor", Watzkes Interview über den "Dissens" zu diesem Zeitpunkt allerdings ebenfalls als Fehler.

Alfrex Draxler von der Sport Bild sieht das Grundproblem darin, dass Tuchel "sich und seine Auswirkungen für größer hält als den Verein oder die Mannschaft. Er hat vom ersten Tag an nie den Schulterschluss mit dem Verein oder der Mannschaft gesucht." Deswegen sei eine Trennung nur logisch.

Draxler nannte Tuchel zwar auch einen "guten Trainer", kritisierte aber seine "zwischenmenschlichen Probleme" - wie auch Karlheinz Wild vom kicker.

Strunz: Premier League Option für Tuchel

Strunz kann sich Tuchel zukünftig in der Premier League vorstellen: "Ich glaube schon, dass das eine Option für Thomas ist. Das sind andere Strukturen, die Vereinsführung ist völlig anders als bei uns in Deutschland - eher distanziert. Ich kann mir schon vorstellen, dass er jemand ist, der die Personalunion Trainer/Management in England gut machen könnte."

Die Süddeutsche Zeitung bringt Tuchel als möglichen Trainer von Bayer Leverkusen ins Gespräch. Ob sich die Rheinländer nach Roger Schmidt, dem ebenfalls zwischenmenschliche Probleme nachgesagt wurden, mit Tuchel an einem charakterlich ähnlichen Coach versuchen wollen, darf aber als fraglich gelten.

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