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München - Der Einspruch des 1. FC Köln gegen die Wertung des Spiels gegen Borussia Dortmund verzögert sich - aber Jörg Schmadtke stellt klar: Er wird kommen.

Der angekündigte Einspruch des 1. FC Köln gegen die Wertung des Spiels bei Borussia Dortmund am Sonntag (0:5) kann sich noch einige Stunden hinziehen - aber Manager Jörg Schmadtke stellt klar, dass er innerhalb der vorgeschriebenen 48-Stunden-Frist kommen wird.

"Wir können nicht so tun, als sei nichts passiert. Wir wollen wissen, wie die Rechtslage ist", bekräftigte Schmadtke am Montag. Darüber hatte er Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich laut Welt noch während des Spiels informiert. Schmadtke sieht "gute Chancen, dass das Spiel neu angesetzt wird".

"Wir werden uns im Laufe des Tages zusammensetzen, unsere Argumentation klären und dann den Protest einlegen", sagte Kommunikationsleiter Tobias Kaufmann dem SID am Montag.

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Schiedsrichter-Pfiff war irregulär

Der formale Akt des Protests stand zunächst aus. "Wir wollen erst unsere Argumentation klären", sagte Kommunikationsleiter Tobias Kaufmann dem SID.

Die Linie sollte klar sein: Schiedsrichter Patrick Ittrich hat wohl gepfiffen, bevor der Ball vor dem 2:0 von Sokratis (45.+2) über der Linie war. Jeder Pfiff des Schiedsrichters unterbricht das Spiel sofort und unwiderruflich. Der Video-Assistent übersah (oder überhörte) dies. Er hätte nicht eingreifen dürfen.

Ob der Protest erfolgreich ist, ist trotzdem zweifelhaft: Zum einen kassierte die FIFA in einem ähnlichen Fall 1997 ein Urteil des DFB, der auf Wiederholungsspiel entschieden hatte.

Zum anderen wird in einem bindenden Protokoll des International Football Association Board (IFAB) ausgeschlossen, dass Fehlentscheidungen des Video-Schiedsrichter-Assistenten (VSA) Einfluss auf die Spielwertung haben können. So krass sie auch sein mögen.

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