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Schalke 04 bezwang den VfB Stuttgart am 3. Bundesliga-Spieltag
Schalke 04 bezwang den VfB Stuttgart am 3. Bundesliga-Spieltag © Getty Images
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Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 gewinnt auch sein zweites Heimspiel. Der Sieg gegen den VfB Stuttgart täuscht jedoch nicht über die Baustellen der Königsblauen hinweg.

Die Fans brachten Naldo ein kurzes Geburtstagsständchen, die Tabelle wies Schalke 04 sogar vor Bayern München aus.

"Das hat etwas Cooles, denn das ist schon ein Weilchen her", sagte Leon Goretzka. Doch Euphorie kam bei den Königsblauen nach dem 3:1 (1:1) gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart am Sonntag keineswegs auf. (Spielplan und Ergebnisse)

"Wir wissen alle, dass wir noch einiges verbessern müssen", sagte Sportvorstand Christian Heidel, gegen den sich vor dem Anpfiff der Protest vieler Fans gerichtet hatte.

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Schalker Fans kritisieren Transferpolitik

Immerhin: Nach dem heftig kritisierten Abgang ihres Weltmeisters Benedikt Höwedes haben die Schalker die Gemüter mit dem zweiten Saisonsieg und dem Sprung auf Platz fünf beruhigt - auch "mit etwas Spielglück durch den Doppelschlag direkt nach der Halbzeitpause", wie Heidel bei Sky treffend feststellte. Der Manager war auf Transparenten im Zusammenhang mit dem Höwedes-Wechsel zu Juventus Turin unter anderem als "Identitätsschänder" bezeichnet worden.

Der Brasilianer Naldo (47.) und der eingewechselte Guido Burgstaller (48.) brauchten nur 83 Sekunden, um ihrem neuen Trainer Domenico Tedesco nach dem Wirbel um den Höwedes-Abschied einen besonders wichtigen Dreier zu sichern. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nabil Bentaleb hatte mit einem Foulelfmeter die frühe Führung erzielt. Sie hielt nicht lange, weil Schalke viel zu passiv wurde. Dies bestrafte Chadrac Akolo (40.) mit dem verdienten Ausgleich - die königsblauen Anhänger pfiffen.

Burgstaller: "Einiges fehlt noch"

"Wir haben die zwei Heimspiele gewonnen, das ist positiv", sagte Torschütze Burgstaller. "Aber wir wissen, dass noch einiges fehlt. Wir hoffen, dass es von Woche zu Woche besser wird."

Eine klare Steigerung verzeichneten die Schalker zumindest nach Wiederbeginn: Erst machte sich Naldo mit einem Kopfballtreffer selbst ein Geschenk zum 35. Geburtstag, dann lupfte Burgstaller den Ball nach Doppelpass mit Amine Harit über Torhüter Ron-Robert Zieler. "Schalke hat das Spiel innerhalb weniger Minuten gekillt", sagte Stuttgarts Rückkehrer Andreas Beck frustriert.

Naldos Treffer irregulär?

Naldo spielte bei seinem Treffer den Ball zunächst per Kopf, anschließend rutschte ihm das Spielgerät über seinen Oberarm und landete letztlich im Tor. "Das war ein reguläres Tor", kommentierte der Brasilianer die Szene.

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Und auch der Videoschiedsrichter Manuel Gräfe sah offenbar keine Regelwidrigkeit. "Wir haben einen Videoschiedsrichter genau aus den Gründen und wenn er das Tor nicht aberkannt hat, wird es wohl Gründe haben", sagte Schalkes Trainer Tedesco.

Dennoch blieb dem 31-Jährigen nicht verborgen, dass sich seine Mannschaft nach dem von Bentaleb etwas glücklich verwandelten Elfmeter weit zurückzog und dem Aufsteiger aus Stuttgart die Initiative überließ.

Tedesco wechselt Sieg ein

"Wir hatten keinen Zugriff. Das hat oftmals mit Passivät zu tun, die du im Kopf kreierst, wenn du 1:0 führst und das Gefühl hast, etwas verlieren zu können", sagte Tedesco, der zur Pause mit den Einwechslungen von Daniel Caligiuri und dem späteren Torschützen Burgstaller ein glückliches Händchen bewies.

"Burgstaller war wichtig, aber wichtig waren auch die anderen Spieler auf dem Platz, die eine Schippe draufgelegt haben", sagte Tedesco. "Aufgrund der Mentalität und wie wir vorwärts verteidigt haben, haben wir dann das Spiel gewonnen."

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