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Borussia Dortmund v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Peter Stöger wurde vor zwei Wochen als Trainer des 1. FC Köln entlassen © Getty Images
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Köln - Sportchef Armin Veh vom 1. FC Köln übt deutliche Kritik an Ex-Trainer Peter Stöger. Der jetzige Dortmunder Coach reagiert gelassen auf die Sticheleien.

Peter Stöger hat die Kritik von Armin Veh am Fitnesszustand der Mannschaft des 1. FC Köln gelassen zur Kenntnis genommen.

"Es ist wie es ist. Wenn es so bewertet wird, dann möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich das so übergeben habe", kommentierte Stöger vor dem Spiel Dortmund gegen Hoffenheim Vehs Worte bei Sky.

Veh hatte zuvor angesichts der Verletztenmisere beim Tabellenletzten Kritik am langjährigen Kölner Erfolgscoach geübt.

Veh: Jetziger Trainer kann nichts für große Defizite

Das Team sei "mental und vor allem körperlich schwer angeschlagen", sagte der neue Geschäftsführer Sport der Kölner vor der Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg bei Sky: "Wir haben große Defizite, dafür kann der jetzige Trainer aber überhaupt nichts. Er hat angefangen mit 14 Spielen und drei Punkten, hatte dann gleich eine englische Woche, in der man sowieso nicht richtig trainieren kann. Dementsprechend hat jemand anderes zu verantworten, was den körperlichen Zustand anbelangt. Man sieht es ja auch daran, dass wir 13 verletzte Spieler haben und das ist auch nicht normal."

Auf genauere Nachfrage, ob Stöger das Team nicht fit übergeben habe, meinte Veh: "Es geht um den Zeitpunkt. Wenn man 14 Spiele, drei Punkte und 13 verletzte Spieler hat, dann hat mit Sicherheit etwas nicht gestimmt. Das will ich damit sagen."

Stöger: "Ich schicke Grüße nach Köln"

Über Vehs Motive für diese verbalen Sticheleien wollte Stöger nicht weiter spekulieren. 

"Warum er das macht, weiß ich nicht", sagte der Österreicher - auch mit einer gewissen Portion Sarkasmus: "Er ist ein paar Tage da und hat sich wahrscheinlich einen großen Überblick verschafft. Ich schätze ihn sehr und kenne ihn einigermaßen gut. Er hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. Er wird das analysiert und bewertet haben. Deswegen schicke ich Grüße nach Köln. Es tut mir leid."

Stöger hatte den Verein vor zwei Wochen verlassen müssen, mittlerweile steht er bei Borussia Dortmund in der Verantwortung.

Bleibt Ruthenbeck für die Rückrunde?

Außerdem deutete Veh ein Engagement von Interimstrainer Stefan Ruthenbeck auch über die Winterpause hinaus an: "Wir haben noch ein Ligaspiel und am Dienstag ein wichtiges Pokalspiel, dann werden wir uns zusammensetzen. Ich werde aber sicher keinen Aktionismus betreiben, dafür bin ich zu lange im Geschäft."

Auf die Anmerkung, es sei nicht sinnvoll, für die Rückrunde einen neuen Coach zu verpflichten, um diesen nach einem Abstieg erneut zu ersetzen, betonte Veh: "Sehr gut gedacht, ja."

Eigentlich sollte Ruthenbeck, zuvor Coach der Kölner U19, nur bis zum DFB-Pokal-Achtelfinale bei Schalke 04 am Dienstag in der Verantwortung stehen. Echte Chancen auf den Klassenerhalt werden dem abgeschlagenen Tabellenletzten nicht mehr eingeräumt.

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