Schmadtke erklärt Aus in Köln
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Jörg Schmadtke spricht erstmals über die Beweggründe für seinen Abschied vom 1. FC Köln. Er wehrt sich gegen die Rolle des Sündenbocks für die Misere.

Jörg Schmadtke hat sich rund vier Monate nach seinem Aus als Geschäftsführer Sport erstmals über die Gründe für seinen Abschied vom 1. FC Köln geäußert.

Schmadtke wehrte sich dabei gegen die Rolle als Sündenbock für die Kölner Misere: "Manchen hilft es, wenn sie einem den Schwarzen Peter zuschieben können", sagte Schmadtke der Rheinischen Post.

Dabei sei bei der Trennung vereinbart worden, "dass wir nicht oder nur sehr zurückhaltend übereinander reden", führte Schmadtke, dem unter anderem eine verfehlte Transferpolitik vorgeworfen wurde, aus.

"Immer gemeinsame Entscheidungen"

Schmadtke weiter: "Es waren immer gemeinsame Entscheidungen, für die mehrere Menschen verantwortlich waren. Die sind nicht im stillen Kämmerlein gefällt worden."

Nach einer stetigen Weiterentwicklung der Domstädter mit dem Erreichen der UEFA Europa League als Höhepunkt hatte Schmadtke im Oktober 2017 nach dem Absturz in den Tabellenkeller überraschend einen Schlussstrich gezogen.

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Im Anschluss an sein Angebot, sein Amt niederzulegen, ging alles ganz schnell. Nur fünf Stunden nach seiner Ankündigung war die Zusammenarbeit mit dem FC beendet.

Zuvor sei in "der Sommerpause […] irgendetwas im Innenverhältnis passiert", erklärte Schmadtke seinen Entschluss. Warum das zuvor sehr enge Verhältnis zu Chefcoach Peter Stöger Kratzer abbekommen hatte, kann sich der 53-Jährige selbst nicht erklären – und ging deshalb auch nicht weiter ins Detail.

Schmadtke zieht Lehre

Intern ging Schmadtke nach eigener Aussage der Angelegenheit zwar nach, bekam jedoch keine Antwort und zog deshalb die Konsequenzen. "Ich kann ja nur etwas ändern, wenn ich weiß, was ich falsch gemacht habe", so Schmadtke ernüchtert.

Schließlich habe er sich dem "sehr emotionalen Klub" ganz und gar hingegeben und "noch nie zuvor die Menschen so nah an mich herangelassen."

Als persönliche Lehre nimmt Schmadtke aus seinen vier Jahren in der Domstadt die Erkenntnis mit, "so viel Nähe nicht mehr zuzulassen".

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