Unzufriedener Rudy muckt auf
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Nach gutem Start im Trikot des FC Bayern stand Sebastian Rudy zuletzt immer seltener auf dem Feld. Dennoch will er sich langfristig im Mittelfeld etablieren.

Im vergangenen Sommer wechselte Sebastian Rudy nach sieben Jahren bei der TSG Hoffenheim ablösefrei zum FC Bayern. Ein Wechsel, der bei vielen für Verwunderung sorgte. Dennoch strafte der 28-Jährige seine Kritiker anfangs Lügen.

Unter Carlo Ancelotti kam er an den ersten sechs Spieltagen immer zum Einsatz, spielte ebenso in Pokal und Champions League. Nach der Entlassung des Italieners und der Übernahme von Jupp Heynckes hat sich das Blatt jedoch gewendet.

Immer häufiger fand sich Rudy auf der Ersatzbank wieder, zuletzt in der Champions League gegen Besiktas Istanbul und in der Liga gegen Schalke stand er überhaupt nicht im Kader.

"Möchte nicht mehr herumgeschoben werden"

Die Konkurrenz im Mittelfeld der Bayern ist groß, umso überraschender wirkt da die Aussage, dass ihn die Alternative als Rechtverteidiger wenig reize. Er sei nun in einem Alter, "in dem er nicht mehr herumgeschoben werden" möchte, sagte der defensive Mittelfeldspieler im kicker.

Gleichzeitig betonte er, "Bank oder Tribüne sind nicht mein Anspruch." Sein Nachteil im Vergleich zu seinen Konkurrenten ist insbesondere die fehlende Robustheit. Arturo Vidal gilt beispielsweise als "Krieger", Rudy dagegen läuft Bälle lieber ab, versucht das Foul zu vermeiden.

An diesem Spielstil will er auch in Zukunft nichts ändern. "Ich glaube nicht, dass ich mich entscheidend verändern sollte", meinte der gebürtige Schwabe und verweist darauf, dass die Bayern ihn gerade aufgrund seiner Stärken verpflichtet hätten.

Kommenden Wochen nutzen, um sich für WM zu empfehlen

Deshalb kommt eine Flucht für den Nationalspieler im kommenden Sommer auch nicht in Frage. "Ich bin nicht gekommen, um schon nach einem Jahr wieder zu gehen", gibt sich Rudy kämpferisch.

Bayerns stylischer Stratege lebt seinen Traum

Die nächsten Wochen mit der Dreifachbelastung in Liga, Pokal und Champions League will er nutzen, um sich wieder in den Vordergrund zu spielen. Das wäre gerade mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft wichtig.

Bei der EM vor zwei Jahren war er auf der Zielgeraden von Joachim Löw ausgebootet worden. Das soll dieses Mal nicht geschehen. Zuversicht schöpft er aus dem positiven Feedback des Bundestrainers nach den letzten Länderspielen, weshalb er Stand jetzt auch davon ausgehe, in Russland "auf jeden Fall" dabei zu sein.

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