Hitzfeld lehnte Dortmund-Angebot ab
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Der ehemalige Dortmunder Erfolgstrainer verrät, dass der BVB ihn im Dezember verpflichten wollte. Er begründet seine Absage - und bewundert Jupp Heynckes.

Nach der Entlassung von Peter Bosz im Dezember hatte Borussia Dortmund auch Ottmar Hitzfeld als Nachfolger auf dem Zettel.

"Es gab Kontakt, ja. Ich habe aber nicht groß überlegt, auch nicht, als ich beim BVB im Gespräch war", sagte der ehemalige Dortmunder Erfolgstrainer dem Sportbuzzer (Der SPORTBUZZER Fantalk 3.0 ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1): "Ich hatte mich entschlossen, dass ich nicht mehr als Trainer aktiv sein möchte – auch nicht für acht Monate und auch nicht für drei Monate."

Der 69-Jährige habe immer wieder Angebote gehabt, auch aus dem Ausland, wie er betonte. Er sagte aber auch: "Das ist für mich kein Thema mehr."

Im Gegensatz zu ihm hat sich Jupp Heynckes noch einmal überreden lassen, einen Trainerjob anzunehmen. Dass der sich bei den Bayern noch einmal auf die Bank setzt, bewundert Hitzfeld.

"Mit 72 Jahren den Stress zu bewältigen, andauernd in Hotels zu übernachten, vor dem Spiel die Anspannung zu spüren, die kurze Freude über den Sieg: und dann ist zwei, drei Tage später wieder das nächste Spiel und es geht von vorne los", sagte Hitzfeld. "Dass Jupp das so gut hinbekommt, freut mich für ihn ungemein. Er ist ein super Typ."

Zu einem möglichen Verbleib von Heynckes beim Rekordmeister über die laufende Saison hinaus äußerte ich Hitzfeld zurückhaltend. "Wenn man seine Aussagen nimmt, dann ist eigentlich klar, dass er aufhört", sagte er Wenn Heynckes ihn um Rat bitten würde, "dann würde ich sagen: Jupp, denk daran: Das Leben ist zu kurz, um sich zu viel Stress aufzuhalsen. Die Erwartungshaltung wäre in der kommenden Saison wieder riesig."

Hitzfeld gewann sowohl mit dem BVB 1997 als auch mit den Bayern 2001 die Champions League.

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