HSV-Beben! Bruchhagen und Todt freigestellt
teilenE-MailKommentare

Beim HSV müssen Heribert Bruchhagen und Jens Todt gehen. Bernd Hoffmann übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Bernd Hollerbach soll bleiben. Alle Neuigkeiten im TICKER.

Großes Personal-Beben beim Hamburger SV: Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen und Sport-Direktor Jens Todt müssen bei den abstiegsbedrohten Hanseaten ihre Stühle räumen.

Der neue "starke Mann" beim HSV heißt Bernd Hoffmann, der am Mittwochabend einstimmig zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt worden war und am Donnerstagvormittag Bruchhagen von seinen Pflichten entband.

Hoffmann will einen "Neuanfang" in die Wege leiten, der auch ohne Todt stattfinden soll. Im Laufe des Donnerstags äußerten sich alle Beteiligten öffentlich zur neuen Situation im Verein.

Der Tag des HSV-Bebens zum Nachlesen im Ticker:

+++ Bruchhagen gesteht Fehler ein +++

Nach seinem Aus als HSV-Vorstandsvorsitzender gesteht Heribert Bruchhagen eigene Fehler ein: "Die ersten acht der 14 Monate meiner Amtszeit sind erfolgreich gewesen. Dann aber habe ich geglaubt, dass wir gut aufgestellt in die Saison 2017/18 gehen werden. Da habe ich mich getäuscht."

Er übernehme "die Verantwortung" für die sportliche Krise und wünsche den Hanseaten bei der Neuausrichtung des Klubs alles Gute.

"Was für den HSV das Beste ist, ist auch für mich richtig", sagt Bruchhagen, der zuvor von dem neuen Aufsichtsratsboss Bernd Hoffmann über sein Aus an der Elbe informiert wurde. Anschließend verabschiedete er sich von der Mannschaft.

"Noch ist es nicht zu Ende, noch haben wir eine Chance", sagt Bruchhagen: "Ich drücke dem HSV weiter die Daumen."

Kurioses Detail: Während Bruchhagens Ansprache ging im Presseraum im Volksparkstadion kurzzeitig das Licht aus.

HSV-Beben: Hoffmann erklärt Bruchhagen-Aus

+++ Appell an die Spieler +++

"Ich erwarte von jedem Spieler, dass er bis zum Schluss alles gibt", appelliert der Trainer vor dem Auswärtsspiel in München. "Mir ist die Art und Weise wichtig, wie die Mannschaft auftritt. Die Einstellung meiner Mannschaft konnte ich nie kritisieren."

+++ "Bayern ist Übermannschaft" +++

Hollerbach zum kommenden Gegner: "Bayern ist die beste Mannschaft in Deutschland, vielleicht sogar in Europa. Das ist eine schwere Aufgabe. Es ist mir nicht entgangen, dass Bayern eine Übermannschaft ist."

+++ Hollerbach selbst im Unklaren +++

Hollerbach zu seiner Vertragssituation und den neuen Ansprechpartnern im Verein: "Ich weiß noch nicht, wie die Planungen vom Verein aktuell sind. Es hat sich heute einiges verändert. Ich kann mich nur auf mich konzentrieren."

+++ Glaube an Klassenerhalt immer noch da +++

"Wir haben noch neun Spiele und ich glaube immer noch daran, dass wir es schaffen können - auch wenn es einige nicht tun. Das versuche ich der Mannschaft zu vermitteln. Es ist noch nicht entschieden", verbreitet der Trainer trotz der prekären Tabellensituation Optimismus.

+++ "Immer viel Unruhe" +++

Obwohl Hollerbach zu Beginn der PK darum bittet, keine Fragen zu den personellen Veränderungen beantworten zu müssen, gibt er doch eine Einschätzung zur Situation im Verein ab: "Die letzten Wochen und Monate waren immer viel Unruhe. Ich versuche es aber immer so gut wie möglich von der Mannschaft fern zu halten. Die Mannschaft soll sich auf Fußball konzentrieren. Das ist das, was ich beeinflussen kann."

Der Trainer empfiehlt seinen Spielern zum Beispiel, keine Zeitung zu lesen.

+++ Hollerbach tritt vor die Journalisten +++

HSV-Trainer Bernd Hollerbach beginnt seine Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München.

+++ Bruchhagen nimmt öffentlich Stellung +++

Vor der PK mit HSV-Trainer Bernd Hollerbach wird sich der entlassene Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen öffentlich zu seinem Aus äußern.

+++ Bruchhagen reagiert auf Rauswurf +++

Heribert Bruchhagen hat sich inzwischen von den Spielern verabschiedet. Der Morgenpost sagte der entlassene Vorstandsvorsitzende: "Ich bin natürlich etwas traurig. Aber so ist das im Fußballgeschaft: Wir haben zu oft verloren und zu wenige Punkte geholt. Dann sind solche Dinge folgerichtig."

+++ Kein Kontakt zu Schmadtke +++

Jörg Schmadtke wurde schon in der Vergangenheit immer wieder als möglicher Sport-Vorstand beim HSV gehandelt. Der frühere Geschäftsführer Sport bei Hannover 96 und dem 1. FC Köln sagte aber der Hamburger Morgenpost, dass er bisher nicht angesprochen worden sei.

"Es gibt keinen Kontakt zum HSV. Das sind Spekulationen, mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Schmadtke am Donnerstag. Der Ex-Düsseldorf-Profi stellte allerdings schon im Februar klar, dass er sich nach seinem Abschied in Köln grundsätzlich ein neues Engagement vorstellen könne.

+++ Spieltags-PK um 13 Uhr +++

Schon um 13 Uhr steht beim HSV die nächste Presserunde an. Eigentlich sollte es um das Bundesliga-Spiel der Hamburger am Samstag beim FC Bayern München gehen.

Allerdings wird sich Trainer Bernd Hollerbach, dem Interims-Vorstand Frank Wettstein vorerst das Vertrauen aussprach, wohl hauptsächlich Fragen zur Umstrukturierung im Verein stellen müssen.

+++ Kein Austausch mit Kühne +++

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne war über die personellen Entscheidungen nicht vorab informiert worden, sagt Vorstand Wettstein: "Über die letzte Entscheidung gab es von mir zuvor keinen Austausch mit Herrn Kühne."

+++ Wettstein versprüht Zuversicht +++

"Wir laufen keine Gefahr, dass der HSV auseinanderfliegt", beteuert Wettstein.

+++ Todt nicht überrascht +++

Interims-Boss Wettstein verrät Details über die Trennung von Jens Todt: "Ich habe Jens Todt telefonisch erreicht. Er war gefasst, hat seine Hilfe weiter angeboten. Er schien mir von der Entscheidung nicht überrascht zu sein." Bei der Suche nach einem Nachfolger für Todt habe sich der HSV kein Zeitlimit gesetzt. Die HSV-Führung wolle auch Kandidaten prüfen, die momentan noch bei anderen Klubs beschäftigt seien.

+++ Vertrauen für Hollerbach +++

Wettstein hält Bernd Hollerbach immer noch für den richtigen Mann auf der Trainerbank: "Stand heute halte ich einen Trainerwechsel für nicht möglich." Ob Hollerbach der richtige Übungsleiter für einen möglichen Neuanfang in der 2. Liga wäre, lässt Wettstein allerdings offen.

+++ Wettstein will keine Dauerlösung sein +++

"Ich trage in dieser Phase die alleinige Verantwortung als Vorstand. Ich hege auf Dauer aber keinen Anspruch auf das Amt", erklärt Interims-Boss Frank Wettstein.

+++ Trennung im Guten +++

"Es war ein sehr vernünftiges Gespräch, das wir mit Herrn Bruchhagen geführt werden. Es wird von keiner Seite ein Foulspiel geben", verrät Hoffmann. Am Donnerstagvormittag wurde dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden die Entscheidung des Aufsichtsrats offenbart.

+++ Neue Strukturen +++

Hoffmann stellt klar, dass der neue Sportchef - anders als Jens Todt - auch dem Vorstand angehören soll. Die Mannschaft wurde über die personelle Neuausrichtung in der Führungsetage bereits informiert.

+++ Geduld bei Nachfolger-Suche für Bruchhagen +++

"Wir werden nicht den Fehler der letzten Jahre machen, sofort eine neue Lösung auf einer Position zu präsentieren", kündigt der neue HSV-Aufsichtsratvorsitzende an.

+++ "Wettbewerbsfähiger Kader" +++

"Wir werden am Ende für die neue Saison einen wettbewerbsfähigen Kader haben", zerstreut Hoffmann sportliche Bedenken. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass viele Leistungsträger den HSV im Fall eines Abstiegs verlassen dürften.

+++ Hoffmann: "Neuer Impuls" +++

"Es war das Resultat von vielen Gesprächen im Aufsichtsrat, einen ersten Impuls zu setzen und Herrn Bruchhagen freizustellen. Wir brauchen so schnell wie möglich einen Neustart", sagt Hoffmann der Journalistenschar. Und weiter: "Es wurde einstimmig im Aufsichtsrat beschlossen, dass ich den Vorsitz ab jetzt inne habe."

+++ Großer Medienandrang bei PK +++

Zahlreiche Journalisten sind zur kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im HSV-Stadion erschienen. Bernd Hoffmann wird gleich Rede und Antwort stehen und die Umstrukturierung in der Führungsetage erklären.

+++ PK um 11 Uhr +++

Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz will das neue Führungs-Duo Bernd Hoffmann und Frank Wettstein Stellung zu den personellen Änderungen im HSV-Vorstand beziehen.

Im Fokus steht für den neuen "starken Mann" Hoffmann nun wohl die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden.

"Wir erstellen ein konkretes Anforderungsprofil und starten einen geordneten Prozess, mit dem wir den besten Kandidaten für den HSV finden wollen. Wir müssen mit den Erfahrungen der Vergangenheit und mit dem Blick auf die Zukunft unseres Clubs dahin kommen, dass wir nicht die schnellste oder namhafteste Lösung präsentieren, sondern die richtige", kommentiert Hoffmann.

+++ Hoffmann kündigt Neuausrichtung an +++

"Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung", erklärt Hoffmann, der am 18. Februar zum Präsidenten gekürt worden war.

Bruchhagen dankt er für dessen Engagement in vielen schwierigen Phasen: "Heribert Bruchhagen hat sich stets schützend vor unseren Klub gestellt. Ihm war und ist sehr daran gelegen, dass der HSV die aktuelle sportliche Talsohle überwindet."

Unmittelbar nach der Freistellung des Vorstandsvorsitzenden folgt die Trennung von Direktor Profifußball Jens Todt. Damit war seit Hoffmanns Wahl gerechnet worden.

"Wir wollen uns für die Zukunft neu aufstellen", so Wettstein.

+++ Krisensitzung am Mittwochabend +++

Die Entscheidung, sich von Bruchhagen und Todt zu trennen, fiel bei einer Aufsichtsratsitzung am Mittwochabend, bei der Hoffmann entgegen erster Ankündigungen nach seiner Wahl zum HSV-Präsidenten an die Aufsichtsratsspitze gerückt war.

Zuvor hatte der bisherige Vorsitzende Frank Krall sein Amt zur Verfügung gestellt.

+++ Bruchhagen und Todt müssen gehen +++

Der Hamburger SV reagiert auf die sportliche Talfahrt und stellt Vorstandsboss Heribert Bruchhagen frei. Auch Sportchef Jens Todt muss gehen.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Hoffmann teilte Bruchhagen die Entscheidung am Donnerstagmorgen in einem persönlichen Gespräch mit.

Alleiniger Vorstand beim Tabellen-17. ist nun Finanzboss Frank Wettstein.

teilenE-MailKommentare