Für HSV-Wunder: Titz hält an kulinarischem Ritual fest
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Wolfsburg - Der Hamburger SV arbeitet dank des Sieges in Wolfsburg am Wunder Klassenerhalt. Hoffnungsträger Lewis Holtby erklärt die Rechnung für den Kampf gegen den Abstieg.

Vor einer Woche war die Klassenerhalts-Rechnung bei acht Punkten Rückstand auf Platz 16 fast rein theoretischer Natur. Sieben Tage und zwei Siege gegen Freiburg (1:0) und Wolfsburg (3:1) später liegt der Hamburger SV nur noch zwei Zähler hinter dem ersehnten Ziel.

Eigentlich wäre es nun an der Zeit, den Rechenschieber herauszuholen - beim Bundesliga-Dino geht die Rechnung aber anders.

"Nächste Woche kommt das Halbfinale"

"Das ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung und nächste Woche kommt das Halbfinale. Wenn wir das gewonnen haben, können wir noch weiterschauen", schaute Torschütze Lewis Holtby bei Sky schon auf das nächste Spiel bei Eintracht Frankfurt. (Die Tabelle der Bundesliga)

Auch Luca Waldschmidt, der in der Nachspielzeit den verschossenen Elfmeter von Teamkollege Filip Kostic mit dem Nachschuss zum 3:1 reparierte, befand sich voll im Pokalmodus: "Gegen Frankfurt müssen wir wieder zu 100 Prozent alles reinwerfen. Das ist unser Halbfinale."

Highlights der Spiele in Bundesliga Pur, Sonntag ab 9.30 Uhr im TV auf SPORT1

In den 90 Minuten zuvor hatte der Tabellen-17. sein "Viertelfinale" - als das es Trainer Christian Titz vor Anpfiff bezeichnet hatte - verdient mit 3:1 gewonnen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Holtby wird zum Hoffnungsträger

Nach drei Siegen in den letzten vier Spielen hat der Nordklub das Ziel vor Augen, sogar der direkte Klassenerhalt ist plötzlich möglich.

Hauptfigur des Aufschwungs unter dem früheren Amateur-Coach Titz ist Ex-Nationalspieler Holtby.

Der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, traf in den letzten fünf Spielen viermal. In seinen 94 HSV-Spielen zuvor waren ihm insgesamt fünf Tore gelungen. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

"Jeder glaubt an sich, wir haben einen Teamspirit entwickelt. Wir setzen den Plan um und es macht Spaß zu spielen. Die Fans stehen immer hinter uns und wir sind noch lange nicht tot", schwärmte der 27-Jährige. "Ich glaube zu 100 Prozent an die Rettung. Wir wollen das noch herumreißen und über den Strich kommen."

Nach der Führung durch Bobby Wood (43.), der erstmals seit dem 2. Spieltag wieder traf, stellte Holtby noch vor der Pause per Kopf auf 2:0. Josip Brekalo brachte die Hausherren nach 78 Minuten per Freistoß nochmal ran, Waldschmidt machte jedoch alles klar.

"Schon fast Tiki-Taka gespielt"

Die deutlich verbesserte Spielanlage veranlasste Holtby gar zu der Aussage, man hätte "teilweise schon fast Tiki-Taka gespielt". (Der Tabellenrechner der Bundesliga)

Alles zum 32. Spieltag in der Bundesliga am Sonntag ab 11 Uhr im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 mit den Gästen Stefan Kießling und Hamit Altintop

Ausgelassen über den Erfolg wollte jedoch keiner jubeln, vielmehr richteten sich die Blicke schon auf das Spiel bei Eintracht Franfurt am kommenden Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER).

"Ich freue mich, dass wir dieses schwere Spiel gewonnen haben. Aber wir müssen ja trotzdem weiter siegen, wir sind nur auf zwei Punkte rangekommen", erklärte Erfolgstrainer Titz. "Wir brauchen auch in Frankfurt drei Punkte, aber das wird eine schwere Aufgabe, denn die haben eine gute Mannschaft."

Gelingt jedoch auch in diesem "Halbfinale" ein Sieg, hat der HSV sein schon nicht mehr für möglich gehaltenes Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag.

Der Bundesliga-Dino ist auf dem besten Weg, seinen Mythos der Unabsteigbarkeit noch mindestens ein Jahr länger zu leben.

Das Restprogramm:

VFL WOLFSBURG
(A) RB Leipzig
(H) 1. FC Köln

HAMBURGER SV
(A) Eintracht Frankfurt
(H) Borussia Mönchengladbach

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