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Bruno Labbadia könnte in Wolfsburg seinem Ruf als Retter spät noch gerecht werden
Bruno Labbadia könnte in Wolfsburg seinem Ruf als Retter spät noch gerecht werden © Getty Images
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Wolfsburg - Durch einen schwer erkämpften Heimsieg gegen den 1. FC Köln erreicht der VfL die Relegation gegen Holstein Kiel. Trainer Labbadia blickt bereits nach vorne.

Selbst als ihm Vereinsmaskottchen "Wölfi" nach dem Schlusspfiff begeistert auf die Schulter klopfte, verzog Bruno Labbadia keine Miene.

"Wir haben getan, was wir tun mussten", sagte der sonst so emotionale Trainer des VfL Wolfsburg nüchtern. Labbadia machte ganz schnell einen Haken hinter den 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln und den Triumph im Fernduell mit seinem einstigen Arbeitgeber Hamburger SV. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Selbst die Frage nach seinen Empfindungen über den ersten Abstieg des Bundesliga-Dinos, den der Ex-Nationalspieler gleich zweimal trainiert hatte, lockte ihn nicht aus der Reserve: "Ich war in Gedanken nur bei meinem aktuellen Verein. Aus der Ferne retten konnte ich den HSV doch sowieso nicht."

Wirklich aufatmen nach einer desaströsen Saison kann und will man am Mittellandkanal erst, wenn mit dem Zweitliga-Dritten Holstein Kiel auch der letzte Gegner im Kampf um den Klassenerhalt aus dem Weg geräumt ist.

Und darauf war nach dem letztlich ungefährdeten Erfolg gegen die Rheinländer ganz schnell wieder der Fokus gerichtet. "Zweimal müssen wir noch unseren Glauben leben", sagte Labbadia.

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Arbeit, Fußball, Leidenschaft - zu selten hatten sich die Niedersachsen ihr Saisonmotto in den vergangenen Monaten zu Herzen genommen, um die Klasse ohne Umwege zu halten.

Arnold: "Wir hatten 33 Spiele Zeit"

"Eigentlich hatten wir 33 Spiele Zeit, alles rechtzeitig in Ordnung zu bringen", sagte VfL-Kapitän Maximilian Arnold. Immerhin: Diesmal war der Mittelfeldspieler nicht der einzige, der in puncto Einsatz und Leidenschaft auf dem Spielfeld keine Wünsche offen ließ.

"Aber dafür allein dürfen wir uns nicht feiern lassen", erklärte Torhüter Koen Casteels, und so geschah es auch: Das Publikum erhob sich nach Spielende kurz von den Sitzen, ausgelassener Jubel war nicht angesagt. Ohnehin waren nur die Treuesten der Treuen in die Arena gekommen, die beschämenderweise mit 26.112 Besuchern bei einer derart wichtigen Partie nicht einmal ausverkauft war.

Labbadia setzt auf spielerische Fortschritte

Dies dürfte sich am Donnerstag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) ändern, wenn der Außenseiter aus Schleswig-Holstein zum Hinspiel in Wolfsburg gastiert. Schon am Samstag bildeten sich an den Vorverkaufskassen lange Schlangen. Der relegationserfahrene Labbadia baut auf die eigene Routine und die spielerischen Fortschritte, die seine Schützlinge gegen Köln zumindest phasenweise unter Beweis stellten.

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"Wir wollen gegen Kiel noch zweimal zeigen, dass wir zu Recht in die Erste Liga gehören", erklärte Josip Brekalo. Der quirlige Kroate bereitete drei Tore vor und erzielte den letzten Treffer selbst.
Nach Wochen der fußballerischen Ödnis war die Partie gegen am Ende überforderten Gäste tatsächlich ein Fortschritt. "Der Funke zu den Fans ist wieder übergesprungen. Auch das ist ein Erfolgserlebnis, das wir gerne mitnehmen", sagte Labbadia.

Und in der Relegation vielleicht sogar ein entscheidendes ...

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