Fehlende Wertschätzung? Kimmich nimmt Lewandowski in die Pflicht
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München - Nach der Kritik von Robert Lewandowski an der Klubführung meldet sich Bayern-Verteidiger Joshua Kimmich zu Wort - und nimmt den Stürmer in die Pflicht.

Bayern-Verteidiger Joshua Kimmich hat sich vor dem Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim am Freitag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) zu den Aussagen von Stürmer Robert Lewandowski geäußert.

Der Verteidiger reagierte zunächst humorvoll auf die Kritik des Torjägers, die Vereinsführung habe ihm nicht genug Wertschätzung gegeben. "Ich bin mir sicher, dass Robert weiß, wie wichtig er für uns ist. Mit ihm hat man eine Garantie auf 30 Tore. Wobei letzte Saison waren es, glaube ich, nur 29", sagte Kimmich mit einem breiten Lächeln, "das war ja fast schon enttäuschend."

Der Stürmer hätte den Münchnern in einigen Spielen, wie in Freiburg, "den Arsch gerettet", würdigte Kimmich in kernigem Vokabular. Er nahm Lewandowski aber auch in die Pflicht.

"Auch andersrum muss Wertschätzung da sein"

"Auf der anderen Seite muss er auch sehen, dass er die Tore nicht macht, weil er sich hinten den Ball holt und alleine durchdribbelt", sagte Kimmich, "sondern er hat schon auch Mitspieler, die ihn darin unterstützen, dass er jedes Jahr seine Tore machen kann. Das ist nicht nur eine Wertschätzung von uns ihm gegenüber, sondern auch andersrum muss eine Wertschätzung da sein."

Kimmich zeigte aber auch Verständnis für die Gefühlswelt von Lewandowski. "Wertschätzung ist immer ein wichtiges Thema, egal, wo man arbeitet. Ich weiß nicht, wie es bei Robert lief", sagte Kimmich, "aber Wertschätzung ist im Fußball nicht immer eine Sache der Öffentlichkeit. Wenn Robert sagt, dass ihm das gefehlt hat, muss man ihm natürlich glauben."

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Kimmich: Eine Sache der Kommunikation

Es sei auch eine Sache der Kommunikation, meinte der deutsche Nationalspieler. "Wertschätzung sollte man einem Spieler unter vier oder mehr Augen bestätigen. Das kann man nicht daran bemessen, was man öffentlich sagt", meinte Kimmich.

Persönlich ist Kimmich nach den letzten Enttäuschungen wieder bereit für die neue Saison: "Ich selbst bin heiß, gerade wenn man sieht, wie die letzte Saison endete." Nach erstmalig vier Wochen Urlaub spuke das frühe WM-Aus nicht mehr in seinem Kopf herum.

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