Gladbacher Gala: Hecking schwärmt von eigenem Team
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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach legt nach dem Sieg beim FC Bayern nach und erobert Rang zwei. Jonas Hofmann überragt beim Offensivfeuerwerk gegen den FSV Mainz 05.

Borussia Mönchengladbach ist dank eines Dreierpacks von Jonas Hofmann auf Platz zwei der Bundesliga gestürmt.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking knackte beim souveränen 4:0 (1:0)-Erfolg durch Hofmann (21., 53., 63.) und Thorgan Hazard (58.) das Abwehrbollwerk des FSV Mainz 05 und ist nach dem 8. Spieltag dank ihrer Heimstärke erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund. (Spielplan und Ergebnisse)

Titeträume wiegelte der Matchwinner nach dem besten Gladbacher Saisonstart seit 31 Jahren aber ab.

Hofmann: "Fans dürfen träumen"

"Das ist ein bisschen unrealistisch. Die Fans träumen davon und das ist dürfen sie auch. Aber wir sind bislang gut gefahren, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Wenn es weiterhin so gut läuft, wäre das natürlich super", sagte Hofmann bei Sky.

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Er selbst schoss sich damit auch wieder in den Fokus von Bundestrainer Joachim Löw. "Natürlich ist die Nationalmannschaft mein Traum", sagte der Held des Abend nach seiner tollen Show, bedankte sich aber auch artig bei seinen Kollegen, die ihn so gut in Szene gesetzt hätten.

Platz zwei bezeichnete Trainer Hecking als "eine fantastische Momentaufnahme". "Die Art und Weise sieht sehr gut aus, das ist aber alles ein Produkt harter Arbeit", ergänzte der Coach. Generell beurteilte Hecking die enge Tabellensituation positiv. "Es sind schon noch viele Mannschaften unterwegs, die dieser Liga den Stempel aufdrücken können. In den ersten acht Spieltagen sind wir jetzt mit dabei ihr den Stempel aufzudrücken und das gefällt uns natürlich gut."

Schwarz: "Jugendlicher Leichtsinn"

Für den fünfmaligen deutschen Meister war es der vierte Sieg im vierten Heimspiel der Saison. Die Mainzer Minimalisten blieben hingegen zum fünften Mal in Serie ohne Torerfolg und liegen weiter im Tabellenmittelfeld. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Das war in der zweiten Halbzeit jugendlicher Leichtsinn. Wir haben 15 Minuten geschlafen", haderte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz mit der Leistung seiner Mannschaft.

Hecking änderte sein Team im Gegensatz zum 3:0-Sieg bei Bayern München vor der Länderspielpause nur auf einer Position. Tobias Strobl rückte für Ex-Weltmeister Christoph Kramer ins defensive Mittelfeld. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die ersten Chancen vor 51.123 Zuschauern im Borussia-Park hatten die offensivschwachen Gäste. Nach einem Fehlpass des Innenverteidigers Nico Elvedi verzog Jean-Philippe Mateta nur knapp (9.), Jonathan Burkardt fand zudem nach einer Viertelstunde bei einem Kopfball seinen Meister in Torhüter Yann Sommer.

Hofmann schließt Traum-Kombination ab

Die mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten Gastgeber übernahmen danach aber das Kommando und fand gegen die beste Defensive (vier Gegentore vor dem Spiel) der Liga eine Lücke. Nach schöner Kombination über Alassane Plea und Lars Stindl spielte der starke Hazard Hofmann frei und der Mittelfeldspieler behielt frei vor Torhüter Florian Müller die Nerven.

Die Gladbacher, die seit dem 18. Februar zu Hause ungeschlagen sind, waren mit der Führung im Rücken die bessere Mannschaft, ganz klare Chancen erspielten sich die Gastgeber bis zur Pause aber nicht. Mainz setzte vereinzelt immer wieder Nadelstiche. Doch bei einem verdeckten Schuss von Ridle Baku reagierte Sommer gut (23.).

Gladbach nach der Pause im Rausch

Nach dem Wechsel war Mainz weiter bemüht, es mangelte dem schwächsten Angriff der Liga aber weiterhin an Durchschlagskraft. Gladbach war deutlich zielstrebiger und offenbarte eine große Spielfreude. Vor dem zweiten Treffer spielten Stindl und Hazard Torschütze Hofmann mustergültig frei.

Hazard legte nach Pass von Plea fünf Minuten später nach. Hecking jubelte an der Seitenlinie ausgelassen. Die Mainzer wirkten nun überfordert, Gladbach spielte sich in einen kleinen Rausch. Hofmanns drittem Treffer ging ein genaues Zuspiel von Florian Neuhaus voraus. Danach schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, hatten aber weiterhin alles im Griff. Mainz kam nur noch sporadisch vor das Gladbacher Tor.

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