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Frankfurt feiert den späten Ausgleich durch Sebastien Haller
Frankfurt feiert den späten Ausgleich durch Sebastien Haller © Getty Images
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Nürnberg - Eintracht Frankfurt kehrt nach der dritten Europapokal-Galavorstellung auf den Boden der Tatsachen zurück, rettet aber immerhin ein Remis beim 1. FC Nürnberg.

Der 1. FC Nürnberg hat die beeindruckende Siegesserie von Eintracht Frankfurt mit einem leidenschaftlichen Auftritt und dank Bundesliga-Debütant Adam Zrelak gestoppt.

Die kämpferisch starken Franken trotzten den zuvor in fünf Pflichtspielen hintereinander siegreichen Hessen in einem intensiven Bundesligaspiel im Dauerregen nach Zrelaks Treffer (78.) ein 1:1 (0:0) ab.

Sebastien Haller (90.+3) verhinderte mit seinem sechsten Saisontor eine Frankfurter Niederlage. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER) 

Der Slowake Zrelak war zwei Minuten vor seinem Tor nach Flanke von Virgil Misidjan eingewechselt worden - und traf mit seinem ersten Ballkontakt im Oberhaus per Kopf. Haller war ebenfalls als Joker erfolgreich.

Trapp komplett verärgert

Eintracht-Torwart Kevin Trapp war nach dem Spiel bei Eurosport bedient: "Ich weiß nicht, ob wir zu viel gewonnen haben und die Stimmung zu gut war. Wir dürfen nicht glauben, dass wir Nürnberg einfach so weghauen. Das war heute einfach schlecht von uns, nichts hat funktioniert, heute hat einiges gefehlt. Mit dem Punkt sind wir mehr als gut bedient."

Club-Keeper Christian Mathenia zeigte sich nach dem späten Ausgleich mächtig enttäuscht: "Das ist sehr bitter. Wir haben heute ein sehr gutes Heimspiel abgeliefert, waren sehr mutig in eigenem Ballbesitz. Schade, dass wir uns für den ganzen Aufwand nicht mit drei Punkten belohnt haben."

Eintracht-Trainer Adi Hütter sagte: "Das war heute sicher nicht unser bester Auftritt. Mit dem späten Tor müssen wir natürlich mit dem Punkt zufrieden sein. Uns hat heute die physische und geistige Frische gefehlt."

Club-Trainer Köllner zufrieden

Club-Trainer Michael Köllner war "zufrieden mit unserem Auftritt, wir haben ein stabiles Spiel auf den Platz gebracht gegen eine Mannschaft, die einen Riesenlauf hatte".

Während Frankfurt damit den Sprung in die Europacup-Plätze verpasste, vergrößerte der Club seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze. In der ersten Halbzeit traf Nürnbergs Törles Knöll bereits den Pfosten (17.).

Die Hausherren begannen wacher und gefährlicher als die Eintracht, die nach dem Europacupspiel am Donnerstag gegen Limassol (2:0) noch ein bisschen müde wirkte.

Nürnberg schaffte es mit viel Laufbereitschaft und Bundesliga-Debütant Simon Rhein auf der Sechs, die Räume in der Mitte gekonnt zu verdichten.

Knöll trifft nur den Pfosten

FCN-Kapitän Hanno Behrens (4.) und Tim Leibold (16.) hatten erste Chancen, Knöll traf im Fallen vom Fünfereck Aluminium. (Tabelle der Bundesliga)

Weil in der Mitte kein Durchkommen war, stieß Frankfurt über Außen nach vorne - meist links über Filip Kostic und Ante Rebic.

Das gelang nach rund einer halben Stunde immer häufiger, jetzt kam die Qualität der besseren Einzelspieler der Gäste mehr zum Tragen. Doch Nürnberg hielt mit mannschaftlicher Geschlossenheit tapfer dagegen.

Die Club-Fans unter den 42.154 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion empfingen ihre Mannschaft zu Wiederbeginn mit Applaus und honorierten so deren mutigen Auftritt.

"Ich kann jetzt nicht den Bus ins Tor stellen", hatte Köllner vor dem Duell über seine Spielidee gesagt - und das tat er auch jetzt nicht. Doch seiner Elf fehlte zunehmend die Präzision, echte Torgefahr strahlte sie kaum aus.

Überhaupt gingen spielerische Elemente bald weitgehend verloren, die Begegnung wurde immer zerfahrener. Der aufgrund des anhaltenden Regens immer tiefere Boden erschwerte es den Profis zusätzlich.

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Trapp hatte Glück, als ihm ein vom Rasen gebremster Ball durch die Beine glitt (63.). (DATENCENTER: 9. Spieltag der Bundesliga)

Haller kontert Debütant Zrelak

Frankfurt versuchte mit der Einwechslung von Angreifer Haller für Rebic (68.) mehr Druck zu machen, doch den Bemühungen der Gäste fehlte die Wucht.

Ganz anders plötzlich Nürnberg. Zuerst scheiterte Yuya Kubo an Trapp (77.), dann schlug Zrelak aus vier Metern zu. Doch Haller hatte noch eine Antwort.

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