Nagelsmann sauer: "Gerade macht es wenig Spaß"
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Sinsheim - Die TSG Hoffenheim erlebt eine Woche zum Vergessen. Nach den Heimpleiten gegen Leipzig und Manchester gibt es auch gegen Frankfurt nichts zu holen.

Für die TSG Hoffenheim brechen schwere Zeiten in der Bundesliga an.

"Es macht momentan wenig Spaß", bekannte Trainer Julian Nagelsmann nach der dritten 1:2-Pleite innerhalb von acht Tagen. Gegen Eintracht Frankfurt genügten die Treffer von Ante Rebic (40.), der später noch Gelb-Rot sah (64.), und Luka Jovic (46.), um die Niederlage zu besiegeln. Das Hoffenheimer Tor von Reiss Nelson (82.) leitete nicht mehr die erhoffte Wende ein. (Tabelle der Bundesliga).

"Wir hatten genügend Chancen, um den Gegner in der ersten Halbzeit zumindest anzuknocken. Dann machen wir quasi ein Eigentor. Wir hatten uns in der Pause viel vorgenommen. Der Anschlusstreffer kam aber zu spät. Wir haben viel Qualität, aber es gehört auch dazu, Tore zu schießen, wenn man überlegen ist."

Während Frankfurt den schwachen Saisonstart durch den dritten Pflichtspielsieg in Serie endgültig vergessen gemacht hat und auf Platz sieben kletterte, müssen sich die zuvor punkt- und torgleichen Hoffenheimer nach unten orientieren. Mit sieben Punkten hat das Team von Trainer Julian Nagelsmann nur zwei Zähler mehr auf dem Konto als Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart (Alle Ergebnisse im Überblick).

Fredi Bobic lobt Teamleistung der Eintracht

"Wir wollten heute als Team über den Punkt gehen. Die Jungens wollten, das hat man gesehen. Wir waren eiskalt, sehr effizient. Das war ein tolle Teamleistung", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Abpfiff bei Sky.

Anders als unter der Woche beim Königsklassen-Highlight gegen Manchester City (1:2) sah sich Hoffenheim in den Anfangsminuten in die Defensive gedrängt. Die Gäste aus Frankfurt wirkten bei herrlichem Fußballwetter spritziger und aggressiver, verpassten es aber zunächst, dies in Tormöglichkeiten umzumünzen. Stattdessen hatte Hoffenheim durch Nico Schulz (14.) die erste echte Chance des Spiels (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Es entwickelte sich ein munteres Duell auf gutem Niveau. Echte Aufreger fehlten jedoch lange, ehe sich in der 29. Spielminute plötzlich die Ereignisse überschlugen. Erst parierte Frankfurt-Keeper Kevin Trapp im Sitzen gegen Adam Szalai, dann köpfte Ishak Belfodil den Abpraller an die Latte und im direkten Gegenzug forderte Vize-Weltmeister Rebic nach einem Zweikampf letztlich vergeblich einen Foulelfmeter.

Hoffenheim schien jetzt am Drücker, der erste Treffer für die Gastgeber nur eine Frage der Zeit. So dribbelte sich Nationalspieler Kerem Demirbay durch die Frankfurter Abwehr, traf mit seinem sehenswerten Lupfer jedoch erneut nur Aluminium. Stattdessen schlug Rebic bei einem Konter eiskalt zu und hob den Ball über den zu weit aufgerückten Oliver Baumann hinweg ins Tor.

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Rebic fliegt vom Platz

Nach der Pause erwischten die Gäste dann einen Blitzstart und stellte damit erneut ihre enorme Effektivität an diesem Tag unter Beweis. Der agile Jovic belohnte sich für eine starke Leistung selbst. Hoffenheim antwortete mit wütenden Angriffen, ohne dabei jedoch zunächst ein Durchkommen gegen die nun dicht gestaffelte Eintracht-Defensive zu finden.

Die letzte halbe Stunde der unterhaltsamen Partie wurde dann noch einmal turbulent. Rebic (62.) vergab erst eine gute Möglichkeit und musste dann nach einem unnötigen Foul an der Mittellinie vom Feld. Hoffenheim warf nun alles nach vorne und hatte unter anderem durch einen schönen Hackentrick von Szalai (64.) und einen Distanzschuss von Demirbay (67.) gute Möglichkeiten.

Der nach einer Stunde eingewechselte Nelson machte es kurz vor Schluss dann noch einmal spannend, ehe Trapp in der Nachspielzeit mit einer Glanztat gegen Demirbay den Ausgleich verhinderte.

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