Labbadia schwärmt von Geburtstagskind Pizarro
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Bremen - Drei Punkte gegen Wolfsburg und der Sprung auf Platz zwei - Werder Bremen feiert auch dank Claudio Pizarro eine gelungene Geburtstagsparty für den Trainer.

Drei Punkte und Tabellenplatz zwei zum Geburtstag: Werder Bremen hat seinen Trainer Florian Kohfeldt und 41.000 Zuschauer in Partylaune versetzt. Die Hanseaten gewannen das Nordduell gegen den VfL Wolfsburg nach holprigem Start mit 2:0 (1:0), der Coach konnte nach dem Schlusspfiff seinen 36. Geburtstag so richtig genießen.

Mittelfeldspieler Davy Klaassen brachte Werder in Führung. Der Niederländer war in der 35. Minute mit einem Flachschuss erfolgreich. Ausgangspunkt des Tores war eine Hereingabe von Theodor Gebre Selassie.

In der 86. Minute sorgte Joker Johannes Eggestein auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten Claudio Pizarro für die Entscheidung. Die Gäste warten nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg und kassierten gleichzeitig ihre erste Auswärtsniederlage. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Kohfeldt-Loblied auf Pizarro

Gerade als die Partie auf des Messers Schneide stand, brachte Kohfeldt eine Viertelstunde vor Schluss Oldie Pizarro, am Mittwoch 40 Jahre alt geworden, ins Spiel, und der Peruaner sorgte sofort für frischen Wind.

"Mit der Leistung war ich heute nicht ganz zufrieden, wir können nicht in jedem Spiel Phasen haben, in denen wir das Spiel aus der Hand geben", erklärte Kohfeldt bei Eurosport, "aber der Kader gibt es her, dass wir jemanden wie Claudio einwechseln können, der die Ruhe bringt und organisieren kann, weil er den Ball halten kann."

"Claudio trifft nahezu immer die richtige Entscheidung und er hat keine Fehler in der Ballbehandlung. Er kann sich voll und ganz darauf konzentrieren, was um ihn herum passiert, weil er sich um das, was unten passiert, gar nicht mehr kümmern muss. Auch in der Kabine ist er super wichtig. Wenn man jemand wie Claudio einwechseln kann, dann ist das ein Privileg", fügte der Werder-Coach hinzu.

Arnold: "Verlieren völlig den Zugriff" 

"In den ersten 20 Minuten sind wir stark aufgetreten. Mit etwas Glück geht der Pfostenschuss rein", sagte Wolfsburgs Maximilian Arnold: "Aus unerklärlichen Gründen lassen wir uns immer weiter nach hinten drücken und verlieren völlig den Zugriff auf das Spiel. In der zweiten Halbzeit waren wir drückend, konnten uns aber keine zwingenden Torchancen herausspielen."

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In der ersten halben Stunde bekamen die Besucher des ausverkauften Weserstadions eine weitgehend ausgeglichene Partie zu sehen. Beide Mannschaften legten größten Wert auf Kompaktheit im Mittelfeld, entsprechend wenig passierte in den Strafräumen. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Dabei zeigte das Team von Coach Bruno Labbadia wenig Respekt vor den heimstarken Bremern und ließ sich nicht in die Defensive drängen.

Führung durch Klaassen

Erst nach der Führung durch Klaassen bekamen die Platzherren mehr Spielkontrolle, Florian Kainz (39.) und Max Kruse (41.) hätten den Vorsprung ausbauen können. In dieser Phase machte sich beim VfL erstmals das Fehlen des Stamm-Sechsers Ignacio Camacho (Adduktorenprobleme) bemerkbar. Der etatmäßige Kapitän wurde durch Marcel Tisserand ersetzt.

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Vom Rückstand unter Druck gesetzt, gingen die "Wölfe" nach dem Seitenwechsel mehr Risiko, klare Torgelegenheiten blieben jedoch zunächst aus. Glück hatten die Platzherren allerdings in der 55. Minute, als John Brooks an der Fünfmeterlinie den Ball nicht richtig traf, der Schuss des US-Amerikaners landete auf dem Tornetz.

Nach dieser Aktion ging Labbadia volles Risiko: Der frühere Werder-Profi wechselte in der 59. Minute Daniel Ginczek als zweite Sturmspitze ein, um noch mehr Angriffsdruck zu erzeugen.

Der bis dahin keineswegs enttäuschende Yunus Malli musste das Spielfeld verlassen. Ginczek ging sofort in die vorderste Spitze und hätte in der 71. Minute beinahe den Ausgleich erzielt.

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Pizarro macht den Unterschied

Im letzten Drittel der Begegnung mussten beide Mannschaften ihrem bis dahin extrem kraftraubenden Spiel mehr und mehr Tribut zollen. Die Aktionen wurden fahriger, immer öfter stockte der Spielfluss. 

Kohfeldt versuchte dieser Entwicklung entgegenzuwirken, indem er Kainz durch Pizarro ersetzte. Auch Johannes Eggestein kam in der 83. Minute ins Spiel. Gemeinsam sorgte das Duo drei Minuten später für die Entscheidung. Pizarro bediente Eggestein mustergültig, der 20-Jährige vollstreckte eiskalt.

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