Kader-Qualität: Dopa-Experten kritisieren Bayern-Bosse
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Gladbachs Ex-Coach Andre Schubert weist die Kritik an Niko Kovac in der Bayern-Krise zurück, nimmt die Klub-Bosse in die Pflicht. Die Probleme seien auch ihre.

Nach dem 0:3-Debakel gegen Borussia Mönchengladbach steckt der FC Bayern ganz tief in der Krise - und mit ihm auch Niko Kovac.

Der Druck auf den Coach steigt, auch durch die jüngsten Aussagen von Vereinspräsident Uli Hoeneß: "Am Ende muss Kovac den Kopf dafür hinhalten".

Mats Hummels stellte nach der Pleite sogar die Systemfrage: "Das Problem ist: Wir haben den Ball, aber wir haben ihn in ungefährlichen Räumen. Weil wir uns mit zu vielen Spielern in völlig ungefährlichen Räumen aufhalten. Niko Kovac ist auch jemand, der es theoretisch ein bisschen anders sehen will."

Im CHECK24 Doppelpass verteidigte nun aber Andre Schubert, Ex-Bundesliga-Trainer der Gladbacher, den kritisierten Bayern-Coach und dessen Arbeit: "Kovac hat Problematiken zu bearbeiten, die es schon seit zwei Jahren gibt. Den Umbruch zu machen, ist total schwierig."

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Schubert: Bayern-Bosse und Salihamidzic in der Pflicht

In die Pflicht nahm Schubert vielmehr die Klub-Bosse, die für die Situation mitverantwortlich seien: "Die älteren Spieler können nicht mehr alle drei Tage Topleistungen bringen. Die Jungen sind noch nicht auf dem absoluten Topniveau. Und die älteren Spieler wie Neuer, Müller, Hummels, kommen aus einem schwierigen Sommer."

"Und diese Probleme muss Kovac moderieren", so der Ex-Coach. "Aber dem müssen sich alle Verantwortlichen stellen, nicht nur der Trainer. Kovac kann nichts dafür, der  der Verein um Hasan Salihamidzic muss sich diesen Frage stellen. Es geht darum, Lösungen zu finden mit dem Kader, den sie derzeit habe."

Kovac: "Weiß, dass die Zeit bei Bayern anders läuft"

Auch SPORT1-Experte Marcel Reif fordert mehr von den Klub-Verantwortlichen - besonders vom Sportdirektor: "Es ist jetzt auch für Hasan Salihamidzic die Zeit, sich zu zeigen." 

Veh: Kritik an gewissen Aussagen 

Armin Veh kritisierte indirekt auch die medialen Aussagen der Bayern, in deren Zusammenhang auch Hoeneß' Vorpreschen zu sehen sein dürfte. "Die Aura der Bayern ist momentan nicht da. Und sie wird auch gestärkt durch gewisse Aussagen."

Die Konsequenz darauf für den Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln: "Die Gegner treten frecher auf, Augsburg, Hertha, Ajax und jetzt Gladbach. Diese Demut und die Angst, die man hat vor einem Spiel gegen die Bayern, ist derzeit nicht da bei den Gegnern."

Dem Trainer fehlen laut Veh schlichtweg die Mittel: "Kovac muss sich ständig etwas überlegen, zum Beispiel Leon Goretzka als linker Verteidiger. Das ist ja keine Rotation, sondern Improvisieren. Und er kommt dann schnell wieder an den Punkt zurück, dass die Positionen nicht alle besetzt sind. 

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