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Jean-Philippe Mateta erzielte sein viertes Saisontor für Mainz 05
Jean-Philippe Mateta erzielte sein viertes Saisontor für Mainz 05 © Getty Images
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Düsseldorf - Bayern-Schreck Fortuna Düsseldorf kassiert gegen Mainz 05 einen herben Dämpfer. Beim entscheidenden Treffer hilft Fortuna-Torhüter Michael Rensing kräftig mit.

Fortuna Düsseldorf ist nach dem überraschenden Punktgewinn bei Rekordmeister Bayern München wieder in der rauen Bundesliga-Wirklichkeit angekommen.

Der Aufsteiger unterlag sechs Tage nach dem 3:3 beim Titelverteidiger 0:1 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 und bleibt nach seiner fünften Heimniederlage in dieser Saison auch nach dem 13. Spieltag auf einem Abstiegsplatz. Mainz kletterte nach seinem zweiten Auswärtssieg zunächst mal auf Rang acht. (Die Tabelle der Bundesliga)

Mateta düpiert Rensing

Jean-Philippe Mateta machte mit seinem vierten Saisontreffer in der 67. Minute den eher glücklichen Erfolg der Rheinhessen perfekt. Zuvor hatte die Fortuna über weite Strecken das Geschehen bestimmt. (Spielplan und Ergebnisse)

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"Das war eine völlig unnötige Niederlage, weil wir das Spiel im Griff hatten. Wir hatten die klareren Tormöglichkeiten, deswegen ist es sehr ärgerlich, dass wir verloren haben", haderte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel bei Eurosport. "Und dann ärgerst du dich natürlich auch über das Gegentor. Da lassen wir uns austanzen. Diese Tore kann man schon im Vorfeld verhindern, da hat uns die Aggressivität gefehlt. In der Phase waren wir viel zu passiv. Dafür sind wir bestraft worden. Das war ein mehr als glückliches Tor."

Zwei Tage vor der Mitgliederversammlung der Rheinländer boten die Düsseldorfer in ihrem 400. Bundesliga-Heimspiel erneut eine ansehnliche Vorstellung, gingen aber einmal mehr in dieser Spielzeit mit ihren Chancen fahrlässig um.

Rensing hadert mit "dummem Tor"

"Das Ergebnis ist extrem enttäuschend, wir haben so viele Chancen gehabt und kassieren dann so ein dummes Tor", sagte Rensing.

Fortuna-Trainer Funkel, der im Vergleich zum Gastspiel an der Isar in seiner Startelf nur Rouwen Hennings für Takashi Usami aufgeboten hatte, raufte sich angesichts der vielen guten Chancen mehrmals die Haare. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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"Die Erleichterung nach dem Abpfiff war schon groß, weil wir wirklich kein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben nicht unsere Leistung wie in den letzten Spielen gebracht. Wir können auf jeden Fall glücklich nach Hause fahren", sagte der Mainzer Schlussmann Robin Zentner, der mit seinen Paraden in der Schlussphase die drei Punkte festhielt.

Schwarz: "Wie bei einer Traditionsmannschaft"

"Das Positive ist das Ergebnis. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, hatten einfache Ballverluste, kein Tempo. Es sah aus wie bei einer Traditionsmannschaft. Es war ein glücklicher Sieg", ergänzte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz.

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Vor 37.091 Zuschauern hatten die Gäste in der siebten Minute durch Aaron die erste gute Möglichkeit, der Spanier verfehlte aber knapp das Ziel. Anschließend übernahmen die Gastgeber nach und nach das Kommando und kamen zwangsläufig auch zu Chancen. Vor allem Dodi Lukebakio, der in München alle drei Fortuna-Tore erzielt hatte, entwischte der FSV-Abwehr ein ums andere Mal.

Bayern-Schreck Lukebakio wirbelt

In der 20. Minute musste 05-Torwart Robin Zentner in höchster Not gegen den jungen Belgier retten, den die Mainzer zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekamen. Sieben Minuten später vergab Lukebakio erneut eine gute Gelegenheit.

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Mainz verzeichnete zwar mehr Ballbesitz, kam bis zur Pause bis auf einen Freistoß von Daniel Brosinski (45.) aber nur sporadisch vor das Düsseldorfer Tor und stellte die Fortuna-Abwehr vor keine größeren Probleme. Auf der anderen Seite hatten Rouwen Hennings (35.) und Kapitän Oliver Fink (38.) noch die Düsseldorfer Führung auf dem Fuß.

Mainz schenkt Fortuna fast die Führung

Sekunden nach Wiederanpfiff wäre auf Mainzer Seite Aaron beinahe ein Eigentor unterlaufen, Zentner rettete aber gegen seinen eigenen Mitspieler. Fortuna inszenierte einen guten Angriff nach dem anderen und verbuchte durch Marcin Kaminski und Niko Gießelmann weitere Hochkaräter. Letztendlich bissen sich die Hausherren aber an der Mainzer Defensive bis zum Schluss die Zähne aus.

Mainz nutzte dagegen seine erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang durch Mateta, der Robin Bormuth bei seinem Treffer ganz alt aussehen ließ. Anschließend rettete der starke Zentner in der Düsseldorfer Schlussoffensive noch mehrmals glänzend.

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