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Der erst 19-jährige Linton Maina erzielte gegen Wolfsburg den Führungstreffer für Hannover
Der erst 19-jährige Linton Maina erzielte gegen Wolfsburg den Führungstreffer für Hannover © Imago
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Hannover - Dank Youngster Linton Maina gewinnt Hannover 96 das Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg. Den Wölfen wird nach Videobeweis ein Tor aberkannt.

Youngster Linton Maina und Ihlas Bebou haben die Talfahrt von Hannover 96 vorerst gestoppt und den VfL Wolfsburg in die Krise gezogen.

Der erst 19-jährige Maina (31.) schoss die Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter ausgerechnet im Duell mit dem ungeliebten Nachbarn auf die Siegerstraße zum ersehnten zweiten Saisonerfolg.

Zudem nahm Hannover durch das 2:1 (1:0) erfolgreich Revanche für das Aus im DFB-Pokal gegen die Wölfe vor zehn Tagen an selber Stelle. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Maina traf nach einer schnellen Kombination sehenswert per Volleyabnahme zu seinem ersten Bundesliga-Treffer (31.), Bebou erhöhte dann per Foulelfmeter (63.) - trotz des Sieges bleibt 96 Tabellen-16. 

Die Niedersachsen haben aber trotz großer Verletzungssorgen zumindest vorübergehend den Anschluss an den 1. FC Nürnberg auf Rang 15 geschafft.

Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1  

VfL muss nächsten Rückschlag wegstecken

Wolfsburg, für die Wout Weghorst (82.) noch per Foulelfmeter traf, musste hingegen den nächsten empfindlichen Rückschlag wegstecken.

Das Team von Bruno Labbadia hat nach einem guten Saisonstart nur noch eins der letzten neun Bundesliga-Spiele gewonnen, vier der letzten fünf Partien gingen dabei sogar verloren. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der Werksklub ist längst wieder in der grauen Tabellen-Tristesse angekommen, auch weil Michael Esser im Tor von Hannover einen glänzenden Tag erwischte.

"Es war sehr wichtig für uns, die drei Punkte zu holen. Es war verdient", sagte Torschütze Bebou bei Eurosport. "Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Wir haben 96 zum Toreschießen eingeladen und unsere Torchancen nicht genutzt. Das war der ausschlaggebende Punkt", sagte der Wolfsburger Maximilian Arnold.

Breitenreiter ändert Team auf fünf Positionen

Vor 35.800 Zuschauern veränderte Breitenreiter, der unter anderem auf Niclas Füllkrug (Knieprobleme), Oliver Sorg (private Gründe), Takuma Asano (Zerrung) und Pirmin Schwegler (Fuß) verzichten musste, sein Team im Vergleich zum 1:3 bei Schalke 04 auf fünf Positionen.

Und die Neuerungen zeigten zunächst Wirkung, die Hausherren erwischten den besseren Start. Hannover suchte über die flinken Außen Noah Sarenren Bazee und Maina immer wieder den schnellen Weg nach vorne. In der 24. Minute hatte dann Bebou auch die erste richtig gute Möglichkeit.

Gerade als die Wölfe etwas besser wurden, stach Maina dann eiskalt zu. Der erst 19-Jährige krönte seine starke Vorstellung mit einem wunderbaren Treffer. Nur vier Minuten später hätte Bebou auf 2:0 erhöhen müssen, doch Koen Casteels reagierte blendend (35.). (Tabelle der Bundesliga)

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Wolfsburg-Tor per Videobeweis aberkannt

96 hatte zuvor aber auch Glück, dass Schiedsrichter Marco Fritz einen vermeintlichen Treffer von Yunus Malli nach einem Videobeweis nicht gab (18.). Yannick Gerhardt hatte zuvor den Ball mit der Hand gespielt.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Wolfsburg dann immer mehr den Druck. Allein kurz nach der Pause musste 96-Torwart Esser quasi im Minutentakt gegen Maximilian Arnold (51.), Jerome Roussillon (53.) und Josip Brekalo (55.) retten.

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Mitten in diese Drangphase hinein konterte Hannover, William konnte Marvin Bakalorz im Strafraum nur faulen und Bebou behielt bei dem fälligen Elfmeter die Nerven.

Auch Weghorst zeigte sich in der Schlussphase vom Punkt treffsicher. Zuvor hatte der eingewechselte Miiko Albornoz den Wolfsburger Gerhardt zu Fall gebracht.

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