Bobic erklärt: So lief Frankfurts Trainersuche
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Adi Hütter mischt mit Eintracht Frankfurt die Bundesliga auf. Dabei ging er zunächst von einem Korb der Eintracht aus, wie Fredi Bobic verrät.

Erster BVB-Verfolger, zweitbeste Offensive, vier Siege aus den letzten fünf Spielen: Eintracht Frankfurt ist neben Borussia Dortmund die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga.

Dabei hatte der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Auf eine 0:5-Klatsche im Supercup gegen den FC Bayern folgte das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Regionalligisten SSV Ulm.

"Es wurde ja schon eine Panik um uns rum gemacht. Wir wären der erste Absteiger, Hütter der erste Trainer, der entlassen wird", beschrieb Fredi Bobic die damalige Situation im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

Bobic: So angelten wir uns Hütter

Seitdem hat sich das Blatt gewendet. Hütter ist auf bestem Weg das schwere Erbe von Vorgänger Niko Kovac, der dem Klub den Pokalsieg beschert hatte, mit Erfolg auszufüllen.

"Wir hatten uns schon damit beschäftigt, dass Niko gehen wird. Dann musst du schauen, was verfügbar und möglich ist. Bei Adi Hütter war es so, dass direkt die Chemie gestimmt hat", erklärte Sportvorstand Bobic die Trainersuche.

"Wir hatten vier Trainer, bei denen wir gesagt haben", so der 47-Jährige: „Wenn man miteinander redet, kriegt man ein Gefühl. Wir haben überlegt, wer zu unserem Stil passt. Wir haben einen Trainer nach Eintracht-Art gesucht".

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Hütter rechnete mit Eintracht-Absage

Das bedeutet auch, dass sich der neue Mann mit den Gegebenheiten im Umfeld des Klubs arrangieren muss. "Er muss zu dieser Art der Mannschaft passen mit sehr vielen internationalen Spielern. Die Stadt ist auch multikulti und ein Traditionsverein ist immer speziell. Das muss man alles bedenken", so Bobic.

Am Ende fiel die Wahl auf Hütter, auch wenn der zunächst von einem Korb ausging. "Ich habe in so einer ruhigen Tonlage gesprochen, dass er dachte, ich sage ihm ab", erzählte Bobic mit einem Grinsen.

Dem war aber nicht so. Derzeit dürften beide Parteien mit dieser Entscheidung hochzufrieden sein.

Das sieht auch der ehemalige Eintracht-Coach Felix Magath so:

"Die Eintracht hat sich zu einem guten Klub entwickelt. Da hat die Führung den Erfolg mitzuverantworten. Sie haben den richtigen Trainer ausgesucht. Was er (Hütter, Anm. d. Red.) jetzt aus der Mannschaft rausgeholt hat, ist klasse".

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