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Frankfurt am Main - Die Gerüchte um Luka Jovic und Ante Rebic von Eintracht Frankfurt nehmen nicht ab. Präsident Peter Fischer gibt sich im Gespräch mit SPORT1 kämpferisch.

Sie sind Teil der berüchtigten "Büffelherde" von Eintracht Frankfurt - und werden von halb Europa gejagt: Luka Jovic und Ante Rebic

Auch beim FC Bayern stehen sie im erweiterten Fokus, doch so einfach werden die Frankfurter ihr Tafelsilber nicht hergeben.

"Verschenkt wird keiner. Wenn wir sie halten können, dann halten wir sie, und wenn wir im internationalen Wettbewerb spielen, wird uns das sicher leichter fallen", machte Eintracht-Präsident Peter Fischer am Rande des Gastspiels des FC Bayern in Frankfurt im Gespräch mit SPORT1 klar.

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Aber auch der 62-Jährige weiß, dass es nicht so einfach wird, die Topstars bei konkreten Anfragen auch über den kommenden Sommer hinaus von einem Verbleib bei der Eintracht zu überzeugen. Längst sind zahlreiche europäische Top-Teams hinter den Leistungsträgern des Tabellensechsten her, der zudem in der Zwischenrunde der Europa League steht.

Nicht nur Bayern heiß auf Rebic und Jovic

"Es ist nicht nur ein Verein, der auf die zwei, drei, vier Spieler schaut. Ich sage es mal Scherzes halber so: Ich kann mich noch erinnern, als bei uns die Scouts von Unterhaching gesessen haben. Jetzt sitzen hier auch welche von Real Madrid, Manchester United und Liverpool oder von Juventus oder Bayern München. Es sehen nicht nur die Bayern, dass es in unserer Mannschaft den einen oder anderen interessanten Spieler gibt. Auch viele andere Vereine. Aber da gehen wir ganz relaxt mit um. Aber sowas von relaxt", versichert Fischer.

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Heiß umworben ist vor allem Jovic. Bayern-Trainer Niko Kovac betonte zuletzt erneut, dass er vom 21-jährigen Serben viel halte, dieser eines Tages in die Weltklasse-Elite aufsteigen könne und zukünftig sicher bei "einem ganz großen Klub" spielen werde. Bayerns Trainer erinnerte im gleichen Atemzug daran, dass auch der Rekordmeister ein "Weltklasse-Klub" sei.

Hasan Salihamidzic wollte die Gerüchte um Jovic nach dem fünften Bundesliga-Sieg in Folge nicht nähren. Auf ihn angesprochen sagte der Sportdirektor: "Das sind Spekulationen. Dazu kann ich nichts sagen."

Frankfurt zieht Option bei Jovic

Weniger geheimnisvoll sind Jovic' beeindruckende Zahlen. Allein in dieser Hinrunde gelangen dem Stürmer in 23 Pflichtspielen (u.a. Bundesliga, Europa League) 17 Tore und vier Assists. Laut transfermarkt.de beträgt Jovic' Marktwert bereits 40 Millionen Euro.

Noch ist der Leih-Stürmer vertraglich an Benfica Lissabon gebunden. Im neuen Jahr aber kann ihn die Eintracht dank einer Kaufoption fest verpflichten. Diese soll dem Vernehmen nach zwischen acht und zwölf Millionen Euro liegen. Frankfurt wird diese Option ziehen und ihn mit einem langfristigen Vertrag ausstatten.

Gegen die Münchner konnte sich Jovic beim 0:3 am Samstagabend weniger empfehlen. Der starken Innenverteidigung um Niklas Süle und Jerome Boateng hatte er kaum was entgegenzusetzen. Trotzdem gab es Lob vom Gegner: "Er hat in dieser Hinrunde gezeigt, was er für ein Stürmer ist. Im Zusammenspiel mit Rebic und Haller ist es mit das Beste, was es in der Bundesliga gibt", sagte Süle nach der Partie.

Rebic passt in Bayerns Anforderungsprofil

Beweisen konnte sich am Samstag auch Rebic nicht. Der Kroate wird ebenfalls mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht, zumal er vor allem auf den Außenbahnen für Furore sorgt. Eben dort, wo sich der Rekordmeister im Sommer ohnehin verstärken will.

Bereits in der Vorsaison soll Rebic einer der Wunschspieler von Kovac gewesen sein. Am Samstagabend jedoch fiel er mit einer Fußverletzung aus. In bislang 12 Bundesliga-Spielen erzielte der Vize-Weltmeister fünf Tore und lieferte zwei Assists. Sein aktueller Marktwert wird auf rund 35 Millionen Euro geschätzt.

Schlagen die Bayern im Sommer gleich doppelt zu? "Ich weiß nicht, inwieweit das Festgeldkonto der Bayern reicht, um beide auf einmal zu holen", sagt Fischer mit einem entspannten Lachen. Sollte es jedoch zur doppelten Anfrage kommen, sagt Fischer: "Dann wüsste ich auf jeden Fall ganz genau, welchen von beiden ich behalte würde."

Wen er meint, will der Präsident nicht verraten. Es bleibt also geheimnisvoll.

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