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Bayer Leverkusen hat sich am Sonntag nach dem Ende der Hinrunde von Trainer Heiko Herrlich getrennt. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Bayer Leverkusen hat sich von Trainer Heiko Herrlich getrennt. Als Nachfolger übernimmt Ex-BVB-Coach Peter Bosz, der einen Vertrag bis 2020 unterschrieb. Herrlich war im Sommer 2017 nach Leverkusen gekommen und hatte nach einer Krise zuletzt wieder den Anschluss an die internationalen Plätze hergestellt.

Den Wechsel auf der Trainerposition erklärte Geschäftsführer Rudi Völler mit der stagnierenden Entwicklung beim Werksklub. 

"Heiko Herrlich hat unserer Mannschaft im Vorjahr nach einer zuvor sehr schwierigen Saison wichtige Impulse verliehen und uns ins internationale Geschäft zurückgebracht. Bis zuletzt hatten wir die Überzeugung und den Willen, mit ihm als Cheftrainer die Wende zum Guten zu schaffen", erklärte Völler in einer Vereinsmitteilung.

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Der frühere Nationalstürmer übte aber auch Kritik: "Doch leider ist mittlerweile eine Stagnation in der Entwicklung des Teams nicht mehr zu leugnen. Auch wenn wir zum Jahresende hin wieder den Anschluss an die internationalen Plätze hergestellt haben, befinden wir uns nach der insgesamt nicht befriedigenden Halbserie in einer Situation, die einen Trainerwechsel aus unserer Sicht notwendig macht."

Den Wechsel zu Bosz erklärte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes. Dieser stehe "für offensiven, temporeichen und begeisternden Fußball. Er hat auf seinen Trainerstationen immer eine besondere Passion bei der Arbeit mit jungen Spielern gezeigt."

Herrlich seit Beginn der Saison in der Kritik

Bayer, das im Sommer die Qualifikation für die Champions League als Saisonziel ausgerufen hatte, hat nach 17 Spielen lediglich 24 Punkte auf dem Konto und rangiert auf Platz neun.

Im DFB-Pokal und der Europa League überwintert Bayer zwar, aber auch in diesen beiden Wettbewerben konnte Leverkusen bislang nicht vollends überzeugen. Unter Herrlich war die Königsklasse in der vergangenen Spielzeit als Tabellenfünfter nur knapp verpasst worden. 

Bayer war unter dem früheren Profi mit drei Niederlagen in der Bundesliga in die laufende Saison gestartet. Seit diesem Zeitpunkt stand Herrlich ständig in der Kritik. 

Effenberg und Basler kritisieren Entlassung

SPORT1-Experte Stefan Effenberg kritisierte im CHECK24 Doppelpass die Entlassung: "Ich habe Bauchschmerzen mit dieser Entscheidung. Rein sportlich gesehen, kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen."

Mario Basler pflichtete ihm bei: Ich hätte es vor sechs Wochen verstanden. Da hatten sie eine schlechte Phase. Jetzt kann ich es nicht nachvollziehen, weil nur drei Punkte zum Europa-League-Platz fehlen. Wir werden im Mai sehen, ob die Entlassung gerechtfertigt war."

Für Marcel Reif ist der Zeitpunkt der Entlassung "nachvollziehbar", weil nun habe Bosz die gesamte Vorbereitung Zeit die Mannschaft auf die Rückrunde vorzubereiten.

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