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Robert Bauer will von einer Abschiedstour des 1. FC Nürnberg nichts wissen
Robert Bauer will von einer Abschiedstour des 1. FC Nürnberg nichts wissen © Getty Images
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Nürnberg - Aufsteiger 1. FC Nürnberg beendet die Hinrunde als Tabellenletzter. Von einer Abschiedstournee will der Club nach der Pleite gegen Freiburg aber nichts wissen.

Gegen einen Abgesang auf den 1. FC Nürnberg wehrte sich Verteidiger Robert Bauer entschieden.

"Sollen wir jetzt eine Abschiedstour machen in der Rückrunde? Sollen wir aufhören zu spielen?", entgegnete Bauer auf Fragen zu einem wahrscheinlichen Abstieg gereizt. Der 23-Jährige beteuerte: "Es gibt keinen in der Kabine, der den Kopf hängen lässt. Wir wissen, wir haben alles in der eigenen Hand. Wenn wir eine gute Rückrunde spielen, ist noch nichts verloren."

Trainer Michael Köllner wirkte kurz nach dem bitteren, weil völlig überflüssigen 0:1 (0:1) gegen den SC Freiburg allerdings durchaus niedergeschlagen. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Nürnberg "riesig enttäuscht"

"Wir", sagte der Aufstiegscoach angefasst, "gehen riesig enttäuscht in die Pause." (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Dann wünschte Köllner "schöne Weihnachten, auch wenn's schwerfällt, an ein schönes Weihnachtsfest zu denken. Aber es geht weiter, wir müssen den Kopf wieder rausbringen".

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Doch wie das gehen soll, ist eben die große Unbekannte. 17 Spiele sind vorbei, der Club hat elf magere Punkte gesammelt, steht auf dem letzten Tabellenplatz und hat einen Großteil der scheinbar machbaren Gegner schon im eigenen Stadion empfangen.

Club seit vier Spielen torlos

In den vergangenen vier Spielen haben die Franken kein eigenes Tor erzielt, der letzte Sieg ist fast ein Vierteljahr und elf Spiele her.

"Es bringt nichts, wenn wir negative Stimmung an uns heranlassen. Wir haben noch 17 Spiele, jedes Spiel hat seine eigene Geschichte", sagte Bauer tapfer.

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Er richtete einen leidenschaftlichen Appell an den Teil des FCN-Anhangs, der am Samstag pfeifend seinen Unmut zum Ausdruck brachte: "Wir können es nur als Einheit mit jedem einzelnen Fan da draußen schaffen."

Club-Fans spenden Trost

Köllner versuchte, seine redlich ackernde Mannschaft gleich nach dem Schlusspfiff etwas aufzurichten, versammelte sie noch auf dem Spielfeld in einem Kreis. Später spendete der harte Kern der Club-Fans den Spielern Trost.

"Sie wollen einfach sehen, dass wir alles für den Verein geben. Sie steigen auch mit uns ab, solange wir mit Herzblut kämpfen", berichtete Bauer vom Dialog mit den Ultras.

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Beim Toreschießen können die allerdings auch nicht helfen, ebendies aber war gegen die Breisgauer das große Manko. Ein Treffer wie der siegbringende von SC-Verteidiger Manuel Gulde (19.), der einen 40-Meter-Freistoß von Christian Günter noch leicht touchierte, der Club hätte ihn dringend nötig. "Es kommt alles zusammen", klagte Bauer.

Hier jedoch legte Köllner den Finger in die Wunde. "Wenn du die Dinger nicht über die Linie bringst, brauchst du dich nicht beschweren", sagte er.

Streich: "Waren die Glücklicheren"

Dabei war die Mannschaft von SC-Trainer Christian Streich keineswegs auf der Höhe, "wir sind auf dem Zahnfleisch dahergekommen, wir sind müde", erklärte er.

Es reichte gleichwohl, um das Konto auf 21 Punkte aufzustocken und sich äußerst zufrieden in die Winterpause zu verabschieden. "Wir", sagte Streich, "waren nicht die Besseren, wir waren die Glücklicheren."

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