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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt gewinnt nach zwei Niederlagen in Folge wieder ein Bundesliga-Spiel. Gegner Bayer Leverkusen steckt nach der Niederlage weiter im Mittelfeld fest.

Adi Hütter umarmte glückselig seine Spieler. Dem Trainer von Eintracht Frankfurt fiel ein riesiger Stein vom Herzen, als Schiedsrichter Felix Brych nach 94 Minuten die Partie abpfiff und das 2:1 (1:0) gegen Bayer Leverkusen in trockenen Tüchern war. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

Als Nationaltorwart Kevin Trapp in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal gegen Karim Bellarabi mit einer Glanztat den Ausgleich verhindert hatte, gab es auf der Eintracht-Bank noch einmal helle Aufregung, ehe der erlösende Schlusspfiff erklang.

Am Ende beendeten die Hessen auch ohne den Zauber-Fußball ihres Offensiv-Dreiecks ihre Mini-Krise mit zuletzt zwei Liga-Niederlagen und mischen munter im Kampf um die Europacup-Plätze mit. Der Ex-Leverkusener Danny da Costa (28.) und Filip Kostic (57.) trafen für Frankfurt. "Es war ein absolut tolles Spiel. Ein Spiel, bei dem beide immer versucht haben, nach vorne zu spielen. Ich sehe einen verdienten Sieger, Leverkusen hat uns aber alles abverlangt", sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter nach dem Spiel.

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Frankfurt bleibt zwei Punkte hinter Leipzig

Durch den Dreier bleibt die Eintracht auf Rang fünf und liegt nur zwei Zähler hinter dem Vierten RB Leipzig. Dagegen mussten die Leverkusener, die zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt hatten, einen Rückschlag bei ihrer Aufholjagd hinnehmen. Daran änderte auch das Tor von Bellarabi nichts (65.). (Tabelle der Bundesliga)

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"Es war ein am Ende verdienter Sieg nach einem heiß umkämpften Spiel. Leverkusen hat eine tolle Mannschaft. Die Jungs haben sich mit viel Einsatzwillen und Leidenschaft den Sieg verdient", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Abpfiff bei Sky.

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich haderte ein bisschen mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Wir haben ein tolles Spiel gesehen. Wir hatten unsere Chancen, konnten sie aber nicht nutzen und waren in den entscheidenden Situationen defensiv einen Tick zu wenig aggressiv. Es war nicht so, wie wir es gebraucht hätten", sagte Herrlich.

Drei Personalien standen vor dem Duell der Europa-League-Gruppensieger im Mittelpunkt. Hütter baute nur auf zwei Drittel seines "magischen Dreiecks". Sebastien Haller und Ante Rebic liefen auf, Luka Jovic saß auf der Bank. Der Coach durfte sich darüber freuen, dass die Eintracht den Vertrag mit seinem verletzten Musterschüler Makoto Hasebe bis 2020 verlängert hat. Und für Bayer-Torwart Lukas Hradecky war es die erste Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Sehr intensive Partie

Vor 45.000 Zuschauern machte die Eintracht in der Anfangsphase mächtig Druck. Die Gastgeber gingen aggressiv zu Werke. Im Strafraum der Gäste wurde es mehrmals brenzlig. Die Leverkusener, bei denen Kapitän Lars Bender fehlte und dessen angeschlagener Zwillingsbruder Sven auf der Bank saß, nahmen das Tempo der Hessen an. Die Intensität der Begegnung war extrem hoch, es ging hin und her.

In der elften Minute forderten die Rheinländer einen Handelfmeter, die Aktion von Simon Falette war aber unabsichtlich. Kurz darauf scheiterte Julian Brandt zweimal an Eintracht-Torwart Kevin Trapp (15. und 18). Danach wurde es nicht ruhiger. Einen Treffer Bellarabis (19.) erkannte Brych nach Videostudium nicht an. Aleksandar Dragovic stand im Abseits und behinderte Trapps Sicht.

Auf der Gegenseite köpfte Bayer-Verteidiger Tin Jedvaj fast ins eigene Tor (23.). Fünf Minuten später erzielte da Costa nach Vorarbeit von Kostic sein erstes Saisontor. Auch danach schenkten sich beide Teams nichts, Chancen gab es hüben wie drüben.

Nach dem Seitenwechsel lag ein drittes Eintracht-Tor in der Luft. Bayer-Trainer Heiko Herrlich reagierte. Der Coach brachte die Offensiven Leon Bailey und Lucas Alario. Das zahlte sich aus. Bailey bereitete das Bellarabi-Tor vor.

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