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Hannover - Trotz der dramatischen Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf könnte 96-Coach Andre Breitenreiter die Urlaubssperre streichen. Er erklärt warum.

Andre Breitenreiter ließ plötzlich Milde walten. Seine völlig niedergeschlagenen Profis hatten gerade für den letzten Tiefpunkt einer historisch schlechten Hinrunde gesorgt, da deutete der Chefcoach von Hannover 96 eine mögliche Abkehr von seiner angedrohten Urlaubssperre an.

Trotz der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf, trotz der miserablen Bilanz von nur elf Punkten nach 17 Spielen und größter Abstiegsgefahr könnte er seinen ursprünglichen Plan zumindest modifizieren.(Service: Tabelle der Bundesliga)

"Wir treffen uns morgen um zehn Uhr, um alles weitere zu besprechen", sagte Breitenreiter, der seinem Team in puncto Einsatz keinen Vorwurf machen wollte. Das war es dann aber auch schon, was man Kapitän Waldemar Anton und Co. nach einer erneut schwachen Leistung zugute halten konnte.

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Heldt: "So kann es nicht weitergehen"

In der Form, in der Besetzung steigt Hannover ab. "So kann es nicht weitergehen", sagte nicht nur Manager Horst Heldt, der in der Winterpause besonders gefordert ist. Veränderungen personeller Art müssen dringend her.

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Diese sollen jedoch nicht die Personalie des Trainers betreffen. "Der Präsident hat sich ja dazu geäußert, da gibt es nichts Weiteres zu sagen", meinte Heldt. Für den Sonntag bat Vereinsboss Martin Kind, der Breitenreiter via Bild-Zeitung auch für den Fall einer Niederlage eine Jobgarantie ausgesprochen hatte, zur Sitzung.

96 muss Reset-Taste drücken

Breitenreiter betonte: "Wir müssen gemeinsam kämpfen. Wir haben hier gemeinsam Erfolge gefeiert, Hannover 96 könnte auch ganz woanders sein." Mit dem Aufstieg und dem sicheren Klassenerhalt im vergangenen Jahr kann Breitenreiter auf Verdienste verweisen.

Breitenreiter und Heldt müssen mit dem Start ins Jahr 2019 kräftig die Reset-Taste drücken. Verstärkungen müssen her, die als Soforthilfe funktionieren. Breitenreiter muss aus den Individuen wieder eine echte Einheit formen, was in Teilen der abgelaufenen Hinrunde nicht der Fall war. Dies räumte der 45-Jährige nun offen ein. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Wir haben über viele Wochen festgestellt, dass die Mannschaft in der Kabine keine Einheit ist. Das haben wir aus Gesprächen erfahren und sind auch um Hilfe gebeten worden", sagte Breitenreiter. Um einen Impuls zu setzen, um die Mannschaft wieder auf ein Ziel zu vereinen, habe er deshalb gedroht, den Weihnachtsurlaub zu streichen.

Breitenreiter lässt Milde walten

Drei Punkte hatte er aus den Spielen beim SC Freiburg (1:1) und gegen Düsseldorf gefordert. Diese Ziel verpassten am Samstag schwache 96er durch das späte Gegentor von Oliver Fink (90.+2) nach einem kapitalen Fehler von 96-Keeper Michael Esser klar. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

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"Ich bin kein Trainer mit dem harten Stock, der jetzt draufprügelt und auf den Weihnachtsurlaub einfach so verzichten will", sagte Breitenreiter nun. Seine Androhung habe "die Jungs zusammengebracht. Sie haben gemeinsam gekämpft, um auch in Urlaub gehen zu können", sagte Breitenreiter: "Das Ziel war im Grunde genommen erreicht, auch wenn wir jetzt zu wenig Punkte geholt haben."

Hannover kann sich nur noch mit einer äußerst erfolgreichen Rückrunde retten. Breitenreiter glaubt daran: "Ich habe die absolute Überzeugung, mit passenden Verstärkungen den Klassenerhalt zu schaffen."

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