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Hannover - Hannovers Klubboss Martin Kind äußert sich überrascht von Berichten über eine Entlassung von Trainer Andre Breitenreiter und weist sie als "Spekulation" zurück.

Galgenfrist für Andre Breitenreiter! Der Trainer von Hannover 96 soll den Tabellenvorletzten der Bundesliga auf die Partie am kommenden Samstag bei Borussia Dortmund vorbereiten.

Klubchef Martin Kind dementierte anderslautende Meldungen. "Das ist Spekulation, was die Zeitungen geschrieben haben. Es gibt keine Entscheidung und Andre Breitenreiter ist weiter Trainer bei Hannover 96", sagte der 74-Jährige.

Auf einer Krisensitzung am Sonntag nach dem 0:1 gegen Werder Bremen sei die Ablösung von Breitenreiter nicht beschlossen worden.

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"Wir treffen und tauschen uns nach jedem Spiel aus", sagte Kind. "Das gehört zu unserer Verantwortung." Dieser Austausch sei stets "konstruktiv und kritisch". Kind bezeichnete die sportliche Entwicklung in der Hinrunde als "nicht befriedigend". Hannover wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg.

Heldt: "... dann müssen wir aus Hannover rausgejagt werden"

Auch Manager Horst Heldt wies beim traditionellen Medien-Neujahrsempfang am Montag Berichte über eine bevorstehende Trennung zurück.

Dass sich die Verantwortlichen für eine Analyse der sportlichen Leistung und der Arbeit von Coach Breitenreiter zusammengesetzt haben, sei ein normaler Vorgang. "Wenn man zuhause spielt und verliert und sich dann nicht darüber austauscht und versucht, es zu analysieren, dann müssen wir aus Hannover und aus Niedersachsen rausgejagt werden", sagte Heldt zu.

Gisdol und Slomka als Nachfolger gehandelt

Zuvor hatte der kicker gemeldet, dass sich Kind, Geschäftsführer Björn Bremer und Manager Heldt auf eine Ablösung Breitenreiters verständigt hätten.

Der Tabellenvorletzte aus Niedersachsen kassierte zum Rückrundenauftakt die vierte Heimniederlage in Folge.

Breitenreiter philosophierte bereits über seine eigene Position: "Wenn man glaubt, dass jemand besser ist, dann muss man handeln. Ohne Wenn und Aber. Aber das wurde mir nicht im Ansatz so mitgeteilt und wenn, dann muss der Verein das entscheiden. Ist halt so."

Der kicker prognostizierte, dass beim kommenden Auswärtsspiel bei Tabellenführer BVB Amateurtrainer Christoph Dabrowski und eventuell auch U19-Juniorentrainer Stephan Schmidt auf der Bank sitzen würden.

Wie der Sportbuzzer berichtet, habe Manager Heldt bereits drei Namen in die engere Wahl genommen. So sollen Markus Gisdol und Ex-96-Trainer Mirko Slomka heiße Kandidaten auf die Nachfolge Breitenreiters sein, der bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis 2021 besitzt.

Außerdem soll Heldt mit dem ehemaligen Kölner und Dortmunder Trainer Peter Stöger Kontakt aufgenommen haben. Doch nach SPORT1-Informationen gab es keinen Kontakt zwischen Stöger und Hannover.

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