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Leipzig - Der BVB behält im Spitzenspiel in Leipzig die Nerven. Witsel sichert den Schwarz-Gelben mit einem Traumtor den Sieg. Der Vorsprung auf Bayern bleibt bestehen.

Borussia Dortmund hat dem Druck stand und den FC Bayern in der Tabelle auf Distanz gehalten. 

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann in der Spitzenpartie des 18. Spieltags bei RB Leipzig mit 1:0 (1:0) und liegt damit weiter sechs Punkte vor den Bayern (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

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RB Leipzig musste erstmals seit dem 21. April (2:5 gegen die TSG Hoffenheim) in der Bundesliga wieder eine Heimniederlage hinnehmen und ließ im Kampf um die Champions-League-Plätze Punkte liegen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick blieb trotz der fünften Saisonniederlage aber auf Rang vier. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Es ist bitter, wir wollten mit einem Sieg in die Rückrunde starten", konstatierte Mittelfeldspieler Kevin Kampl. "Wir haben die Tore nicht gemacht. Chancen genug waren da."

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff befand bei Sky: "Es wäre verdient gewesen, wenn wir einen Punkt behalten hätten."

Trainer Ralf Rangnick sagte: "Die zweite Halbzeit war Wahnsinn. Wenn man so viele Chancen gegen Borussia Dortmund hat, sollte man sich dafür belohnen."

Dortmund ohne verletzten Reus

Dortmund zeigte sich durch den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Marco Reus (war im Abschlusstraining umgeknickt) nicht irritiert und agierte äußerst ballsicher, sodass Leipzig sein gefürchtetes Umschaltspiel nicht wie gewünscht aufziehen konnte. Im Mittelfeld bestimmte Witsel beim BVB klug den Rhythmus und streute - wenn nötig - auch mal Pausen ein.

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Vorne machte Götze in der Anfangsphase viel Druck über die linke Seite, Leipzigs junge Innenverteidigung mit Ibrahima Konate und Dayot Upamecano hatte viel zu tun.

In der 19. Minute waren aber auch die Franzosen im Hintertreffen. Nach einem Eckball setzte sich Witsel im Rücken von Konrad Laimer ab und donnerte den Ball per Drop-Kick zum 1:0 unter die Querlatte.

Dortmund war feldüberlegen, Leipzig hatte Räume für Konter, was vor allem Timo Werner entgegenkam. Der Nationalspieler wurde aber zu selten eingesetzt, weil Dortmund fast nie den Ball verlor. In der 30. Minute konnte sich Werner im Vollsprint gegen zwei Borussen durchsetzen, doch sein Pass auf Marcel Sabitzer war zu ungenau.

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Leipzig wurde nach dem 0:1 energischer und hatte jetzt optisch mehr vom Spiel. Konrad Laimer bot sich in der 35. Minute die Riesenchance zum 1:1, doch der Schuss des völlig frei stehenden Österreichers wurde noch von der BVB-Abwehr geblockt.

Bis zur Pause ließ sich Dortmund fallen, Innenverteidiger Abdou Diallo hätte per Kopf aber fast noch das 2:0 gemacht.

Werner hadert mit dem Schiri

Nicht so in Szene setzen wie sonst konnte sich Dortmunds Jadon Sancho. In der 53. Minute steuerte der 18-Jährige mal allein aufs Tor zu, zögerte aber zu lange. Philipp hätte kurz darauf das 2:0 machen müssen, doch Leipzigs Keeper Peter Gulacsi bekam noch rechtzeitig den Fuß an den Ball.

In der Folgezeit lieferten sich beide Teams viele hitzige Szenen, an denen auch Witsel immer wieder beteiligt war. Der Belgier beanspruchte auch oft mit lautstarken Reklamationen in Richtung Schiedsrichter Deniz Aytekin die Deutungshoheit auf dem Platz für sich.

Höhepunkt der Aufregung war eine Attacke von Dortmunds Keeper Roman Bürki (63.), der an der Strafraumgrenze gegen Werner nicht ganz unsanft klärte. Werner forderte Foul und schmiss vor Wut seinen Handschuh hin.

"Ich muss alles riskieren und habe Glück, dass ich den Ball treffe", sagte der BVB-Keeper. "Letzte Saison wäre das wahrscheinlich nicht gut für mich ausgegangen."

In der 74. Minute scheiterte Sabitzer vollkommen freistehend an Bürki. Trainer Lucien Favre bescheinigte seinem Schlussmann eine "große Leistung". 

In der 90. Minute traf Dortmunds eingewechselter Top-Joker Paco Alcacer auf der Gegenseite nur die Latte.

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