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Hannover 96 zieht die Konsequenzen aus der enttäuschenden Saison und entbindet Coach Andre Breitenreiter mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben.

Abstiegskandidat Hannover 96 hat sich von seinem Trainer Andre Breitenreiter und Co-Trainer Volkan Bulut getrennt. Der Tabellenvorletzte der Bundesliga reagierte damit nach acht Spielen ohne Sieg auf die sportliche Krise.

"Diese Entscheidung fällt uns und mir persönlich unheimlich schwer, weil die Zusammenarbeit zwischen André und mir die komplette Zeit über extrem eng und sehr vertrauensvoll gewesen ist", wurde 96-Manager Horst Heldt auf der Vereinshomepage zitiert.

"Sein Name wird immer mit dem Aufstieg 2017 und dem letztlich souveränen Klassenerhalt im vergangenen Jahr verknüpft sein. Ihm und Volkan Bulut gilt unser großer Dank für die geleistete Arbeit und das gute Miteinander."

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Heldt erklärt Freistellung von Breitenreiter

Breitenreiter habe sich "als Hannoveraner sehr mit dem Verein identifiziert. Er und sein Team haben in den letzten Wochen und Monaten wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen", erklärte Heldt weiter.

"Dies ist leider nicht gelungen. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, eine Trennung vorzunehmen. Nun verbleiben noch 15 Ligaspiele, um die Klasse zu halten. Die Entwicklung zeigt, dass wir einen neuen Impuls setzen müssen, um die Wende schaffen zu können. Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen auch nächstes Jahr in der 1. Liga spielen."

Luhukay und Gisdol kommen nicht

Die Nachfolge soll "so zeitnah wie möglich geregelt" werden, damit sich die Niedersachsen so gut wie möglich auf die nächste Partie gegen RB Leipzig am Freitag vorbereiten können, teilte der Klub am Sonntag nach der Niederlage bei Borussia Dortmund (1:5) mit. 

Als Nachfolgekandidaten gelten unter anderen Mirko Slomka und Thomas Doll. Nach SPORT1-Informationen sind die gehandelten Peter Stöger und Jos Luhukay und kein Thema. Auch Markus Gisdol steht für den Job nicht zur Verfügung. 

Aufstieg mit Hannover 96

Hannover vollzog damit die dritte Trainerentlassung der Bundesliga-Saison - zuvor hatten bereits Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und Tayfun Korkut (VfB Stuttgart) gehen müssen. Bereits nach dem 0:1 gegen Werder Bremen zum Auftakt der Rückrunde hatte es Berichte über eine bevorstehende Trennung von Breitenreiter gegeben.

Breitenreiter, gebürtiger Hannoveraner, hatte 96 im März 2017 übernommen und hatte kurz darauf mit den Niedersachsen die direkte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht.

In der Vorsaison schaffte er mit dem Aufsteiger als Tabellen-13. unter schwierigen Bedingungen souverän den Klassenerhalt. Direkt vor der laufenden Saison wurde Breitenreiters Vertrag bis 2021 verlängert, nach der Trennung soll er eine Abfindung in Millionen-Höhe erhalten.

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