Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Doha - Bayern-Trainer Niko Kovac richtet aus dem Trainingslager in Katar markige Worte in Richtung Borussia Dortmund und erklärt, wie er die Krise gemeistert hat.

Trotz sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund hat der FC Bayern den Kampf um die Meisterschaft noch längst nicht aufgegeben. (Service: Bundesliga-Tabelle)

Einmal mehr machte das Niko Kovac nun auch am Rande des Wintertrainingslager in Doha/Katar deutlich. "Die zweite Saisonhälfte ist dazu da, um zu korrigieren. Um das Ziel zu realisieren, Meister zu werden. Das Ziel haben wir immer noch", sagte der Trainer selbstbewusst.

Was Kovac vor allem optimistisch stimmt, sind die ansteigenden Leistungen der Münchner zum Ende der Hinrunde, als den Bayern fünf Bundesliga-Siege in Folge gelangen, sie dabei viermal sogar ohne Gegentor blieben.

Anzeige

"Wir haben gesagt, dass wir die neun Punkte bis Winter verkürzen wollen. Das ist uns gelungen. Die sechs Punkte wollen wir jetzt so schnell wie möglich aufholen. Wir sind die Jäger. Dortmund ist der Gejagte", macht der Kroate deutlich.

ANZEIGE: Jetzt das Trikot des FC Bayern bestellen - hier geht's zum Shop!

Warnung an Dortmund

Um Druck auf den Spitzenreiter auszuüben, wolle man aber nicht mit "Krawall-Attacken arbeiten", stellte Kovac klar, sondern "mit Leistungen punkten".

Etwa im Rückspiel gegen Dortmund in der heimischen Allianz Arena. "Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel gewinnen können und werden. Dann sind es nur noch drei Punkte. Die müssen wir dann irgendwo herholen." (Service: Bundesliga-Spielplan)

Explizit warnte Kovac die junge Dortmunder Mannschaft jedoch vor den Hürden der Rückrunde. "Da laufen die Spiele manchmal auch anders. Wir stehen unseren Mann und wollen den Druck aufrechterhalten", so der Ex-Profi kämpferisch.

Dass der Rekordmeister im Kampf um die Meisterschaft weiterhin überhaupt ein gewaltiges Wörtchen mitreden kann, ist auch der Tatsache geschuldet, dass Kovac inmitten der Hinrunde Änderungen vorgenommen hat - mehr oder weniger freiwillig, wie er indirekt zugab.

Zum einen setzt er nicht mehr auf sein favorisiertes 4-1-4-1-System, sondern auf ein 4-2-3-1 mit einer Doppelsechs. Eine Maßnahme, die sich in naher Zukunft übrigens nicht ändern wird, wie Kovac selbst ankündigte.

Kovac: "Meine Grundidee hat am Anfang funktioniert"

Zum anderen verzichtet Kovac seit Wochen auf seine noch zu Beginn der Saison praktizierte Rotation.

"In den Gesprächen mit den Spielern und den Offiziellen haben wir einiges angesprochen, modifiziert und angepasst. Die taktische Änderung war sicherlich ein wichtiger Punkt, und wir haben es auch mit den Wechseln sparsamer gehalten. Das hat dazu geführt, dass sich die Mannschaft mehr gefunden hat", befindet Kovac.

Der 47-Jährige sagt aber auch: "Die Grundidee, die ich hatte, hat am Anfang schon funktioniert. Aber dann ist es irgendwo nicht so verstanden worden, wie ich das wollte. Dass wir immer wieder frische Kräfte haben und jeder ein wichtiger Bestandteil dieser Erfolge ist. Das musste ich auch erstmal für mich lernen. Das habe ich jetzt mitgenommen und das werde ich in Zukunft anders handeln. Wir haben an kleinen Stellschrauben gedreht – mit Hilfe der Spieler und auch mit Hilfe der Offiziellen und des Staffs. Wir sind nur gemeinsam stark. Deswegen sind wir wieder auf einem ganz guten Weg."

Der am Ende doch noch mit Kovac' erstem Meistertitel als Trainer endet?

Nächste Artikel
previous article imagenext article image