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Martin Kind gibt in seinem Schiedsgerichtsverfahren offenbar klein bei
Martin Kind gibt in seinem Schiedsgerichtsverfahren offenbar klein bei © Getty Images
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Hannover 96 gibt sein Mitgliederverzeichnis heraus. Eine Fan-Gruppierung will diese im Kampf gegen eine Ausnahmegenehmigung der 50+1-Regel nutzen.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist Hannover 96 ist der gerichtlichen Aufforderung nachgekommen, drei Vertretern der "Interessensgemeinschaft Pro Verein 1896" ein Mitgliederverzeichnis zu übergeben.

Die entsprechenden Daten wurden am Mittwoch einem Gerichtsvollzieher überreicht. Der Vorgang wurde von beiden Seiten bestätigt.

Der Klub reagierte damit auf eine Entscheidung des Amtsgerichts Hannover, das am 8. März ein Zwangsgeld in Höhe von 25.000 Euro gegen Präsident Martin Kind festgesetzt hatte, falls der Verein das Verzeichnis der rund 23.000 Mitglieder nicht herausgebe. 

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Hannover hatte gegen das Urteil mit dem Hinweis auf Datenschutzgründe Berufung eingelegt, Vergleichsgespräche waren zwischen den beiden Parteien gescheitert. Inzwischen sind "sämtliche Rechtsmittel gegen die Vollstreckungsmaßnahmen erschöpft".

Die Opposition möchte eine Übernahme der Mehrheit der Geschäftsanteile des Klubs durch den mächtigen Präsidenten mithilfe einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung verhindern.

Daher möchte sie allen Mitgliedern vor der Jahreshauptversammlung am Samstag ihre Sicht schildern und benötigte dafür die Daten.

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